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Stadt Homburg warnt davor, die Eisflächen zu betreten

Ein Schild mit der Aufschrift

Ein Schild mit der Aufschrift "Betreten der Eisfläche verboten". (Symbolbild)

Die Mitteilung des Wetterdienstes für Homburg am Freitagmorgen ist kurz und knapp: Minus sieben Grad um sieben Uhr. Und so geht es seit Tagen. Sicher, es ist Winter. Und ein Winter ist eben kalt. Aber verbunden mit dem frostigen Wind ist ist derzeit vor der Tür nicht unbedingt vergnügungssteuerpflichtig. Und wer kann, der verbringt die Zeit lieber drinnen als draußen. Dabei, und das ist kein Binsenweisheit, sorgen kurze Ausflüge hinaus in die Kälte für eine Stärkung des Immunsystems. Und wer sich tatsächlich vor die Tür traut, der wird mit strahlend blauem Himmel und einem Winter-Hochdruck-Wetter wie aus dem Bilderbuch belohnt. Aber: Warm anziehen, die gefühlten Temperaturen liegen in diesen Tagen bei zweistelligen Minusgraden.

Wer die aktuelle Frostperiode schaurig-schön genießen will, der ist vor allem da gut aufgehoben, wo die tiefen Temperaturen die Natur tatsächlich sichtbar verändern – zum Beispiel da, wo sieben Grad minus auf Wasser treffen: Am See im Stadtpark oder auch im Naherholungsgebiet in Jägersburg. Dort haben die langanhaltend tiefen Temperaturen eine kalte Schönheit geschaffen. Alles ist, wenn es nicht vom beißenden Wind bewegt werden kann, erstarrt. Spaziergängerin Ulla Kabelt, die am Freitag mit ihrem Hund Sam am Weiher unterwegs war, nannte die tiefen Temperaturen allerdings wirklich „grenzwertig. Wenn man zu Hause aus dem Fenster schaut, den blauen Himmel und die strahlende Sonne sieht, dann denkt man sich: So schlimm ist es doch gar nicht. Aber es ist schon eine Herausforderung.“ Selbst in der Sonne bekomme man nicht das Gefühl von ein bisschen Wärme, „der Wind ist einfach zu kalt“. Und warum dann trotzdem am Brückweiher unterwegs? „Man kann ja jetzt nicht einfach alles einstellen! Der Hund muss raus. Und ich will mir einfach auch ein bisschen die Beine vertreten. Man muss halt wissen, wann es einfach zu viel wird!“

Für manch einen lockt aber vor allem das Eis an sich, am Brückweiher scheint die Eisschicht dicht – doch nicht umsonst warnen Hinweisschilder nachdrücklich davor, einen Fuß auf das gefrorene Nass zu setzen. Jürgen Kruthoff, Sprecher der Homburger Stadtverwaltung: „Wie in den vergangenen Jahren auch kann die Stadtverwaltung Homburg trotz dauerhaft niedriger Temperaturen nur davor warnen, die Eisflächen im Stadtgebiet zu betreten.“ Dies gelte auch für den Brückweiher in Jägersburg. „Gerade beim Brückweiher drohen besondere Gefahren, die von außen nicht wahrnehmbar sind, beispielsweise durch Quellen unter Wasser oder Strömungen, die eine Eisfläche von unten aushöhlen können.“ Auch aus diesem Grund sei das Eislaufen und das Betreten der Eisflächen im Homburger Stadtgebiet verboten. Dieses Verbot kontrolliere man mit dem städtischen Ordnungsdienst regelmäßig. Mit Blick auf Anfragen aus der Bürgerschaft, dieses Verbot gegeben falls aufzuheben, verwies Kruthoff am Freitag, und auch das nicht zum ersten Mal, darauf, dass man für eine entsprechende Erlaubnis nicht zuständig sei. „Der Brückweiher ist nach dem saarländischen Wassergesetz eine so genannte Talsperre.“ Für Gewässer dieser Art sei eine wasserrechtliche Genehmigung erforderlich, die nur das Umweltministerium als die oberste Wasserbehörde erteilen könne.

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