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Stadt Püttlingen erhöht Kita-Beiträge

Püttlinger Eltern müssen ab Januar für die Betreuung ihres Nachwuchses in städtischen Kitas mehr zahlen. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa</p>

Püttlinger Eltern müssen ab Januar für die Betreuung ihres Nachwuchses in städtischen Kitas mehr zahlen. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa

Die Elternbeiträge in den städtischen Kindertageseinrichtungen (Kitas) Püttlingen werden ab Januar angehoben. Das beschloss der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit (26 Ja- bei drei Nein-Stimmen). Hintergrund: Die Stadt Püttlingen hat sich im Rahmen einer Ausschreibung des Landes um das „Siegel einer familienfreundlichen Kommune“ beworben, hieß es in der Sitzungsvorlage. Dass den städtischen Kitas in der Köllertalstadt diese Auszeichnung noch in diesem Jahr erteilt werde, sei mit darauf zurück zu führen, dass man zum einen das Personal über die geforderten Mindestanforderungen hinaus angehoben und auch die Öffnungszeiten erweitert habe.

 

23 Prozent der Personalkosten

Mit Folgen für die Finanzierung, so dass die Verwaltung fürs neue Jahr im Vergleich zu 2016 mit zusätzlichen Personalkosten in Höhe von 76 000 Euro rechnet. Nach dem Saarländischen Kinderbetreuungs- und -bildungsgesetz sind die Eltern an den Kosten zu beteiligen, höchstens jedoch mit 25 Prozent der gesamten Personalkosten . Dem Püttlinger Stadtrat lagen sechs Varianten zur Abstimmung vor. Diese reichten von den erwähnten 25 bis hinunter auf 20 Prozent. Schließlich einigte sich der Rat auf neue Elternbeiträge in Höhe von 23 Prozent der Personalkosten . Dies bedeutet: Der Regelsatz für das erste Kind beträgt im neuen Jahr monatlich 102,60 statt bisher 93 Euro . Für einen Tagesplatz müssen die Erziehungsberechtigen ab Januar 148 statt bisher 122,80 Euro zahlen. Ein Krippenplatz für ein Kind kostet künftig 350,20 statt bisher 347,40 Euro . Interessant klingt in diesem Zusammenhang die Aussage des städtischen Kämmerers Hans Günter Kramp, also des Mannes, der den Gesamthaushaltsplan der Stadt zu verantworten hat. Kramp wies darauf hin, dass die Stadt möglichst kontinuierlich den vom Gesetzgeber geforderten 25 Prozent-Rahmen (den die Aufsichtsbehörde des Landes in den kommenden Jahren aufgrund der Überschuldung der Stadt bindend fordern könnte) ausschöpft, damit es nicht zu einem Nachholeffekt komme. Dieser würde die dann festzulegenden Kita-Gebühren auf einen Schlag exorbitant ansteigen lassen.
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