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Stadt Saarbrücken geht gegen Park-Rowdies vor

Saarbrücken. Ein Knopfdruck schafft das Hindernis aus dem Weg: den Höhenunterschied zwischen Bus und Bordstein an der Haltestelle. Das klappt ab dem 1. März in allen 130 Bussen von SaarBahn&Bus (SBB). Aber nur, wenn der Bus die Haltestelle auch erreicht – und nicht wegen Falschparkern daran scheitert. 141-mal haben sich rücksichtslose Regelbrecher in diesem Jahr schon ein Bußgeldverfahren eingehandelt, weil sie Bushaltestellen blockierten. 2009 gab es 195 Verfahren. Doch dieser Rückgang genügt Stadt und Polizei nicht. Die Stadt will die Zahl der Falschparker an Bushaltestellen radikal senken, indem sie mit der Polizei und mit SBB durchgreift.

Mehr Kontrollen durch Hipos

Sigrid Schneider, Leiterin des Saarbrücker Ordnungsamtes, kündigt deutlich mehr Kontrollen ihrer Hipos an. Und wer Bushaltestellen zuparkt, muss damit rechnen, dass sein Auto schneller als bisher am Abschlepphaken landet.

„Es geht uns darum, in Zukunft stärker gegen diese Ordnungswidrigkeiten vorzugehen. Wir wollen zeigen, dass dieses Falschparken ein Unrecht ist und viele Unannehmlichkeiten besonders für behinderte Fahrgäste mit sich bringt“, sagt Jörg-Walter Wagner von der Saarbrücker Polizei. Auch für ältere Fahrgäste sei es schwer, wenn sie den Bus irgendwo an der Straße verlassen müssen, sagt Wagner. Unannehmlichkeiten verspricht der Polizist deswegen auch den Haltestellenblockierern: Kosten für das Ordnungswidrigkeitenverfahren und das Abschleppen bis zu 300 Euro sollten den Tätern eine Lehre sein. „Wir wollen bei den Autofahrern mehr Verkehrsdisziplin erreichen“, sagt Wagner.

Beschwerden über die Rücksichtslosigkeit der Falschparker hört Norbert Reuter, Geschäftsführer von SBB, oft – und zwar von Behindertenverbänden. Meist schlagen Busfahrer Alarm, wenn wieder mal eine Haltestelle blockiert ist.

SBB-Chef Reuter beschreibt, was dann passiert: Die Fahrer verständigen die Polizei. Die Beamten fotografieren das falsch geparkte Auto, schreiben auf, was Sache ist, und ermitteln den Halter. Ist der per Handy nicht erreichbar, lassen sie den Wagen zum Gelände des Abschlepp-Unternehmens bringen. Dort kann der Eigentümer sein Auto abholen.

Falschparker  machen allen Fahrgästen das Leben schwer

SBB-Chef Reuter unterstreicht, dass solche Falschparker all seinen Fahrgästen das Leben schwer machen. Besonders in der Innenstadt, wo täglich Tausende auf gut erreichbare Haltestellen angewiesen sind. Denn sobald die Busse länger stehen bleiben müssen, weil es Schwierigkeiten beim Ein- oder Aussteigen gibt, ärgert das jeden Fahrgast – und nicht nur die behinderten Passagiere

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