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Stadt Saarbrücken hebt vorletztes Schrott-Schiff am Saaraltarm

Ein Blick in den Saarbrücker Osthafen. (Archivbild)

Ein Blick in den Saarbrücker Osthafen. (Archivbild)

Das vorletzte Schrott-Schiff im Altarm der Saar am Osthafen hat gestern das Wasser für immer verlassen. Die Stadt Saarbrücken hat es heben lassen und will es nun entsorgen. Das ehemalige Wohnschiff aus der DDR mit dem Namen Jule wurde einst vom Motorboot-Club Saar als Vereinsheim genutzt, bevor es durch Schenkung in den Besitz eines mittellosen Mannes überging, sagt Mathias Kurz, Projektleiter von Stadtmitte am Fluss. Der Besitzer habe Jule als Freizeitschiff genutzt, über die Jahre aber vergammeln lassen bis es „total heruntergewirtschaftet“ war. „Drei Jahre hat es gedauert bis wir drangekommen sind“, erklärt Kurz. Für einen symbolischen Wert von einem Euro ist die Stadt in den Besitz des Schrottschiffs gekommen.

Das 40-Tonnen-Schiff steht nun auf der Kaimauer und soll innerhalb von einer Woche verschrottet werden. Unter Berücksichtigung des Schrottwertes belaufen sich die Kosten für die Entsorgung laut Kurz auf 700 Euro. „Das Heben ist das Teure“, sagt er: 3200 Euro habe das gekostet plus 10 000 Euro für die Konzeption. Macht in etwa 14 000 Euro für die Entsorgung der Jule. Vorteilhaft ist dabei eine Förderung der EU, erklärt Kurz. Die steuere 50 Prozent der Kosten bei.

Nach Jule soll nun auch das letzte und problematischste Schiff aus dem Saaraltarm verschwinden. Die Erna liegt schon lange Zeit gegenüber der Kaimauer auf Grund. Das Heben dieses großen Schiffes gestaltet sich für die Stadt noch schwieriger und vor allem teurer. Der Müll, der oben auf dem Schiff gelegen hat, habe Projektleiter Kurz bereits entsorgen lassen. Im nächsten Schritt wir geprüft, ob das Schiff schwimmfähig ist, bevor es an die Kaimauer gebracht wird, um es dort wiederum mit einem Autokran zu heben. Kurz hat „Bedenken, dass das Schiff auseinanderbricht“, da es nur zusammengenietet ist. Voraus gingen im Fall Erna mehrere Gerichtsverfahren gegen den erkrankten Inhaber. Aber „jetzt hat es sich ausprozessiert“, sagt Kurz, „nach sechs Jahren Kampf wurde es Zeit, dass der Schandfleck verschwindet“.  
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