B423 Stadtgebiet Blieskastel, Zweibrücker Straße bis Saar-Pfalz-Straße Zwischen Blieskastel und Aßweiler Vollsperrung, Baustelle bis 28.10.2017 06:00 Uhr Zwischen Ortsausgang Blieskastel und Ortseingang Biesingen (09.10.2017, 06:27)

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Stadt kauft und saniert Gebäude Ecke Kaiser-/Dudweilerstraße

Dieses Haus gehört jetzt der Stadt.

Dieses Haus gehört jetzt der Stadt.

Die Rolltreppe ist schon lange nicht mehr in Bewegung gewesen. Und auch sonst wirkte das große Gebäude an der Ecke Kaiser-/Dudweilerstraße in den Jahren, die vergangen sind, seit dort ein Supermarkt war, so, als laufe da wenig. Trotz Imbiss, Tabakladen, Jazz-Keller, Büros.

Jetzt ist die Stadtverwaltung dabei, das Gebäude neu zu beleben. Sie hat es für 5, 2 Millionen Euro gekauft – „inklusive aller Nebenkosten wie z. B. für Notar etc.“, wie Stadtpressesprecher Thomas Blug auf Anfrage mitteilt. „Oberbürgermeisterin Charlotte Britz hatte den Kauf des Gebäudes wegen seiner hohen städtebaulichen Bedeutung angeregt und intern die Überprüfung der Wirtschaftlichkeit beauftragt – mit positivem Ausgang“, sagt Blug.

Der Stadtrat hat den Kauf bereits Ende vergangenen Jahres abgesegnet. Inzwischen hat die Stadt damit begonnen, Erdgeschoss und erstes Obergeschoss zu sanieren. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis zum Frühjahr und kosten 1,3 Millionen Euro, teilt Blug mit. „Ein Anteil der Kosten“ könne „über die spätere Vermietung von Teil-Flächen an Dritte refinanziert werden“.

„Das Gebäude ist nicht nur für das Stadtbild aufgrund seiner zentralen Lage von großer Bedeutung, eine Unterhaltung macht für uns auch wirtschaftlich Sinn. Im Rahmen unseres Flächenoptimierungskonzeptes mit einem jährlichen Einsparpotenzial von 1,3 Millionen Euro spielt dieses Gebäude eine wichtige Rolle“, erklärt Blug.

Im Klartext: Die Stadtverwaltung kündigt von ihr genutzte Büroräume in anderen Immobilien und spart sich die Miete. Im Gebäude an der Ecke Dudweiler-/Kaiserstraße sind heute bereits das städtische Personalamt sowie das Amt für Stadtmarketing und Öffentlichkeitsarbeit untergebracht.

Durch den Kauf entfallen nach Angaben der Stadtverwaltung alleine bis 2020 bisherige Mietkosten in Höhe von 3,3 Millionen Euro. „Darüber hinaus können wir im Gebäude rund 30 neue Mitarbeiter unterbringen“, sagt Blug. Unter anderem werden Angestellte aus dem Amt für Grünanlagen und dem Bauarchiv umziehen. Dadurch spare die Stadt pro Jahr einen sechsstelligen Betrag an Miete „für eine Fremdimmobilie in der Nassauer Straße“, sagt Blug.

Die neue eigene Immobilie könne man „effizienter nutzen“ als bisher angemietete. Blug: „Wir können zum Beispiel künftig in fensterlosen Räumen der Immobilie in der Dudweilerstraße/Kaiserstraße Bauakten unterbringen, diese Räume sind für Büros nicht geeignet. Die dafür bislang verwendeten Räume werden wiederum im Gebäude des Bauaufsichtsamtes frei und können von städtischen Mitarbeitern bezogen werden.“

Seit Auszug des Drogeriemarktes stehen große Flächen im Erdgeschoss leer. Durch den Umbau (unter anderem wird die Rolltreppe ausgebaut) sollen mehrere kleine Ladenflächen geschaffen werden. Die Pläne sehen drei Läden mit einer Größe von 107 bis 225 Quadratmetern vor. „Für zwei der drei Ladenflächen gibt es bereits Mietinteressenten“, sagt Blug. Und besser aussehen als bisher soll das Ganze auch. Es soll „eine durchgängige, freundliche und helle Glasfassade“ geschaffen werden.
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