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Stadtcafé-Pächter hört auf

Nachrichten aus der Region Homburg.

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Homburg. Noch nicht einmal ein Jahr ist es her, da eröffnete das Homburger Stadtcafé am historischen Marktplatz mit Christoph Clemens als neuem Pächter. Nun ist schon wieder Schluss. Clemens habe zum Ende des Jahres gekündigt, bestätigte der städtische Beigeordnete Rüdiger Schneidewind. „Es ist schade, wir wollten das Stadtcafé“, fügte er hinzu. Im Moment sei man auf der Suche nach einer guten Folgenutzung. Zwischen Stadt und der Initiative Homburger Altstadt habe es bereits ein Gespräch gegeben unter der Führung von Oberbürgermeister Karlheinz Schöner. „Wir hätten hier gern als belebendes Element Gastronomie“, betonte Schneidewind.

Wenn sich so etwas nicht finde, dann müsse man über eine andere Einrichtung nachdenken, die hier belebend wirken könnte. Dass es mit einem nahtlosen Übergang direkt am 1. Januar klappe, sei ohnehin unwahrscheinlich. Vor Clemens, den meisten als Betreiber der seit 2009 geschlossenen Musikkneipe Planxty ein Begriff, war an diesem Ort das Christliche Jugenddorf (CJD) engagiert. Damals konnte man auch noch Bücher der Stadtbibliothek in dem unteren Raum ausleihen.

Das CJD hatte sich Mitte Dezember 2011 als Betreiber zurückgezogen. Das Stadtcafé am Marktplatz war dann in der Folge bis zum 1. Februar geschlossen. Christoph Clemens, der das Stadtcafé noch bis Jahresende betreibt, äußerte sich gestern im Gespräch mit der SZ zu den Gründen seines Aufhörens: „Man muss beim Stadtcafé zwei Aspekte berücksichtigen: Einmal die kulturelle Einrichtung und dann den Gastronomiebetrieb. Die Gastronomie haben wir nicht zum Laufen gekriegt. Das mag an uns liegen, das mag an den Umständen liegen, das vermag ich nicht zu beurteilen.“

Nach dem Betreiber Jugenddorf habe man dem Ganzen eine neue Aussage geben wollen: „Es sollte ein Kulturcafé werden. Das geht ankündigungsmäßig nur mit einer Website, die wir vor Ort pflegen wollten. Das scheiterte daran, dass wir etwa noch kein Internet haben im Stadtcafé“, so Clemens gestern auf Anfrage. Er habe mit viel Spaß Musikveranstaltungen durchgeführt, auch für die Stadt. „Ich habe den Eindruck gewonnen im letzten halben Jahr, dass da kein Interesse mehr vorhanden ist.“ Das ganze Projekt hätte nur funktioniert in enger Zusammenarbeit mit der Stadt. Er selbst, so Clemens, werde das machen, was er vorher gemacht habe: „Ich bin Musiklehrer“.

„Ich wäre vordergründig froh, könnte man das Konzept des Kulturcafés beibehalten, aber die beiden letzten Betreiber sind daran gescheitert“, meinte der Homburger Kulturbeigeordnete Raimund Konrad gestern auf Anfrage. Er hätte sich dort auch eine zentrale Infostelle für Kultur und Tourismus vorstellen können, „aber dazu haben wir im Rat beschlossen, das gemeinsam mit dem Kreis im Sparkassengebäude zu machen.“ Er, so Konrad, könne sich im Stadtcafé gut ein Bistro, dann aber eher mit Charakter für junge Leute, vorstellen: „Das fehlt uns nämlich noch in der Stadt.“

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