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„Stadteingang“ am ehemaligen Messegelände soll attraktiver werden

Dieser Blick übers Calypso-Bad in Richtung Deutsch-Französischer Garten (rechts ist die ICE-Strecke nach Forbach/Paris) wurde im Sommer von einer Drohne aufgenommen. Foto: Becker&Bredel</p>

Dieser Blick übers Calypso-Bad in Richtung Deutsch-Französischer Garten (rechts ist die ICE-Strecke nach Forbach/Paris) wurde im Sommer von einer Drohne aufgenommen. Foto: Becker&Bredel

„Vorbereitende Untersuchungen“ – das mag noch etwas zurückhaltend klingen, aber der Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr grünes Licht für ein Projekt gegeben, dass sehr ambitioniert ist – oder wie es im Baudezernat heißt: städtebaulich anspruchsvoll“. Es geht darum, das Deutschmühlental zu einem Attraktiven Tor zur Innenstadt zu machen.

Das Untersuchungsgebiet hat viel zu bieten: „Hier treffen die überörtlich wichtigen Verkehrsachsen A 620 und die ICE-Linie nach Paris, die Verbindungsstraße Deutschmühlental nach Frankreich, aber auch die zur Anbindung an den Stadtteil Alt-Saarbrücken wichtige Gersweiler Straße zusammen“, heißt es in der Argumentation des Baudezernats. Dann gibt es da noch das Calypso-Bad, den Deutsch-Französischen Garten, ein Hotel, das Spielcasino. Damit nicht genug. Das Messegelände wurde als solches aufgegeben, der ehemalige Milchhof abgerissen. Die Autobahn soll auch stadtauswärts an dieser Stelle eine Aus- und Einfahrt bekommen.

Betrachte man das alles, dann rücken nicht nur die enormen Möglichkeiten, sondern auch „die stadtgestalterischen und funktionalen Probleme zunehmend in den Fokus“, heißt es in der von Baudezernent Heiko Lukas unterzeichneten Beschlussvorlage für den Stadtrat.

Der Leerstand sowie „bauliche und funktionale Mängel der Messehallen “, Handlungsbedarf am DFG-Eingang, „Begrünungsdefizite im öffentlichen (Straßen-)Raum“, ungenügende Fuß- und Radverbindungen, ungeordneter ruhender Verkehr, Barrierewirkungen der Verkehrstrassen und eine fehlende Behindertengerechtigkeit – die von Heiko Lukas und seinem Team erstellte Liste der Dinge, die zu verbessern sind, ist lang.

Und obwohl die Landeshauptstadt selbst beziehungsweise andere öffentliche Institutionen in vielen Fällen Eigentümer sind, liege „die Vermutung nahe, dass auf Grund der Gemengelage und Komplexität die Probleme nicht alleine durch die Landeshauptstadt zu beheben sind“, heißt es im Papier für den Stadtrat.

Wenn die Untersuchung, für die im städtischen Haushalt rund 50 000 Euro zur Verfügung stehen, abgeschlossen ist, wird der Stadtrat erneut mit dem Thema Deutschmühlental befasst. Er muss dann entscheiden, ob es für die rund 54 Hektar Untersuchungsgebiet „eine förmliche Festlegung als Sanierungsgebiet“ gibt. Sanierungsgebiete, in denen Anwohner und Firmen auch Beiträge leisten müssen, waren in den vergangenen Jahrzehnten der St. Johanner Markt und das Nauwieser Viertel.

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