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Stadtmitte am Fluss: Gibt es in Saarbrücken bald kein Ausflugsschiff mehr?

Kapitäm Emmers Schiffe sollen auch nach der Umbauphase am Finanzamt liegen bleiben.

Kapitäm Emmers Schiffe sollen auch nach der Umbauphase am Finanzamt liegen bleiben.

Saarbrücken. Günter Emmer fühlt sich ungerecht behandelt. Immer wieder, eigentlich dauernd. Dass die Stadt kein Schild aufstellt, das auf seine beiden Ausflugsschiffe am Saarufer hinweist, ist für ihn ein permanentes Ärgernis. Dass das Wasser- und Schifffahrtsamt beim Saar- Spektakel alljährlich auf mit Steuergeld bezahlten Schiffen Fahrten anbietet und ihm damit Konkurrenz macht, beklagt er seit Jahren. Dass die Stadt ihn – ganz generell – zu wenig unterstütze – auch.

Diese Woche nun gipfelte sein Ärger in der Ankündigung: „Das große Schiff wird verkauft, mit dem kleinen haue ich ab. Und dann wird Saarbrücken kein Fahrgastschiff mehr haben, weil niemand heute noch investiert.“ Grund der Drohung: Wenn 2012 die neue Berliner Promenade fertig ist, soll es dort für Emmers Schiffe keinen Liegeplatz mehr geben.

Schiffe am sollen auch nach der Umbauphase am Finanzamt liegen

Das Schwimmschiff und die Peniche Mosella sollen wieder wie bisher an der Berliner Promenade liegen dürfen. Emmers Schiffe dort bleiben, wo sie während der Umbauphase zurzeit liegen: am Finanzamt. So hat es jedenfalls die Stadtverwaltung vorgesehen. „Stadtmitte am Fluss“-Projektleiter Mathias Kurz erklärt das so: Eigentlich brauche Emmer keinen Liegeplatz mitten in der Stadt, weil er ja eine Anlegestelle für seine Schiffe am Ufer unterhalb des Staatstheaters hat. Dort kann Emmer anlegen, um seine Passagiere an Bord zu nehmen. Die Schiffe könnten als eigentlich die übrige Zeit im Osthafen liegen.

Das gehe so nicht, sagt Emmer. Wenn man seine Schiffe in der Stadt nicht ständig sehe, sei das schlecht fürs Geschäft. „Wir wollen sein Geschäft nicht kaputtmachen“, sagt Kurz. Deshalb habe man Emmer angeboten, am Finanzamt liegen zu bleiben – also ebenfalls mitten in der Stadt. Nein, sagt Emmer, das wolle er nicht, weil er dann ja bei großen Festen den Platz am Ufer räumen und doch für ein paar Tage in den Osthafen müsse. Wenn das Schwimmschiff-Restaurant und die Mosella an die Promenade dürfen, dann wolle er da auch hin.

Befestigungspoller verschandeln angeblich die Promenade

Das Problem sei der Hochwasserschutz für die Schiffe, erklärt Kurz. Weil Emmer zwei Schiffe nebeneinander liegen hat, müssten aus Sicherheitsgründen an der neuen Promenade zwei etwa sechs Meter aus dem Wasser ragende Poller in die Saar gerammt werden, an denen die Schiffe bei steigendem Pegel gesichert werden. Das verschandele die neue Promenade. Auch Emmers Wunsch, an der neuen Promenade eine Entsorgung für die Fäkalientanks der Schiffe zu installieren, liege außerhalb des Machbaren. Am Osthafen und an den Saarterrassen in Burbach sei so etwas möglich, sagt Kurz.

Günter Emmer entgegnet, ihm sei das egal. Er wolle seinen Liegeplatz zurück. Wie die Stadt das hinkriege, sei deren Sache.
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