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Stadtmitte am Fluss: Langsam wird's ernst

Saarbrücken. Die Arbeiten an der Berliner Promenade kommen voran. . „Im September ist der Rohbau der großen Treppe an der Berliner Promenade fertig. Die gesamte Promenade soll im kommenden Jahr fertig werden“, sagt Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer.

Osthafen wird verbreitert

Die Bauarbeiten sind Teil des Mega-Projekts „Stadtmitte am Fluss“. Wandel-Hoefer: „Die Stadtmitte ist ein Generationen-Projekt, das Stück für Stück das Herz Saarbrückens nachhaltig verändern wird.“ Im kommenden Jahr sollen die Arbeiten in der Eisenbahnstraße, am Osthafen und an der Luisenbrücke beginnen. Der Osthafen wird verbreitert, teilweise neu gestaltet und aufgewertet. Die Luisenbrücke wird komplett neu gebaut.“ Ohne Stützpfeiler in der Saar, damit auch Flusskreuzfahrtschiffe durchkommen. 370 Millionen Euro soll die „Stadtmitte am Fluss“ kosten. 64 Millionen Euro zahlt der Bund, 50 Millionen Euro die Europäische Union, den Rest müssen sich nach heutigem Stand Stadt und Land teilen. Die Baudezernentin ist überzeugt, dass sich die große Investition lohnt. „Es gibt viele Beispiele in Europa, wo genau solche Investitionen einen richtigen Boom ausgelöst haben. Private Investoren kommen in die Region und wollen ihre Ideen umsetzen. Die gesamte Region wird aufgewertet. Für Saarbrücken ist jetzt schon klar, dass die ‚Stadtmitte am Fluss’ mehr als 500 neue Arbeitsplätze bringen wird“, sagt Wandel-Hoefer. „Dort, wo jetzt noch Geschäftshäuser an der Berliner Promenade stehen, gibt es Überlegungen, diese in Wohnhäuser umzuwandeln. Man würde dann direkt am Fluss in grüner Umgebung wohnen, ohne dass man von der Stadtautobahn etwas mitbekäme“, blickt Rena Wandel-Hoefer in die Zukunft.

"Das Herz von allem ist die Autobahn im Tunnel"

Eine Zukunft in Saarbrückens „Stadtmitte am Fluss“, die allerdings nur mit einer Autobahn im Tunnel alle gewünschten positiven Effekte mit sich bringen würde. „Ohne Tunnel bauen wir kleinere Projekte in der Stadt, mehr nicht. Das Herz von allem ist die Autobahn im Tunnel“, erklärt die Baudezernentin. Der soll allein 220 Millionen Euro kosten. „Noch in diesem Jahr wird ein Tunnelplaner beauftragt, die Stadtautobahn im Tunnel zu entwerfen. Danach entscheidet der Bund, ob es einen Tunnel geben wird. Dann beginnt das Planfeststellungsverfahren, und in diesem Zuge wird auch der Tunnelbau ausgeschrieben. Erst dann wissen wir, was der Tunnel kosten wird“, erklärt Rena Wandel-Hoefer.

Kann sich die Stadt ein solches Projekt überhaupt leisten? Wandel-Hoefer: „Es stimmt, dass die Stadt Saarbrücken verschuldet ist. Aber wenn wir jetzt nicht investieren und aus unserer Stadt etwas machen, können wir den Laden bald dichtmachen. Wir haben in allen Bereichen sehr gut ausgebildete Menschen in unserer Stadt und im Saarland, die aufgrund mangelnder Perspektive das Saarland verlassen. Wir müssen endlich etwas ändern, damit wir diese Menschen bei uns halten können.“

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