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„Stadtmitte am Fluss” schon als Baustelle Touristen-Attraktion


Der Sprecher der Interessengemeinschaft Mainzer Straße und Vize-Chef des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands im Saarland, Gerd Leidinger, wirbt für das Projekt „Stadtmitte am Fluss“.

St. Johann. Gerd Leidinger ist kein „Grametschler“, keiner, der immer nur das Negative sieht und sich damit lange aufhält. Leidinger und seine Mitstreiter von der Interessengemeinschaft Mainzer Straße sind Menschen, die nach vorne schauen und Probleme anpacken. Das hat die Interessengemeinschaft in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt. Und Leidinger, der nicht nur für die Interessengemeinschaft spricht, sondern auch Vizechef des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands im Saarland ist, war einer der Ersten, die sich für das Projekt „Stadtmitte am Fluss“ stark gemacht haben.

Um so unangenehmer ist es Leidinger, dass ausgerechnet er, der nie Parteipolitik gemacht hat, von einer Partei als Kritiker am Projekt „Stadtmitte am Fluss“ dargestellt worden ist. Ein Interview in den „Saarbrücker Argumenten“, einer Publikation des FDP-Kreisverbands, hat vor einigen Wochen jedenfalls viele, die Leidinger kennen, überrascht. Der Hotelier als einer, der an „Stadtmitte am Fluss“ rumkritisiert? Nein, das sei er nicht, sagt Leidinger. Was er gesagt habe, sei „irreführend dargestellt“ worden, „eine unsägliche Geschichte“ sei das gewesen. Er fühle sich „von der FDP missbraucht“.

Die Saarbrücker FDP macht massiv Front gegen das mit 370 Millionen Euro veranschlagte Projekt, das unter anderem die Verlegung der Stadtautobahn in einen Tunnel vorsieht. Er habe mit dieser Kampagne nichts zu tun, sagt Leidinger. Ganz im Gegenteil: „Man muss die Chancen sehen, die dieses Projekt der Stadt bringt“, betont er.

Was nicht heißt, dass es nicht Gesprächsbedarf in Detailfragen gibt. Klar sei: „Der Verkehr in Saarbrücken muss neu geregelt werden.“ Klar müsse aber auch sein: „Die Mainzer Straße darf nicht zu Gunsten der Bismarckstraße mehr belastet werden.“ Dass die Mainzer Straße, wie von der Stadtverwaltung angedacht, künftig in zwei Richtungen befahren wird, ist für die Interessengemeinschaft auch nicht akzeptabel. Eine solche Verkehrsführung sei mit der Weiterentwicklung des Quartiers zum kinderfreundlichen Wohnviertel nicht zu vereinbaren. Da sei man sich aber inzwischen mit Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer grundsätzlich einig.

Auf Wandel-Hoefer halten Leidinger und die Interessengemeinschaft große Stücke. Ja, sagt Leidinger, er habe im Gespräch mit der FDP darauf hingewiesen, dass beim Bau der Saarbahntrasse Chaos in der Stadt war. Er habe aber auch gesagt, dass „die Zeichen jetzt ganz anders stehen“. „Wenn ich jemand zutraue, dieses Großprojekt hinzukriegen, dann ist das Frau Wandel-Hoefer“. Er begründet das so: „Sie ist eine erfahrene Architektin. Und Menschen, die wie sie in der freien Wirtschaft gearbeitet haben, denken ganz anders als Menschen, die immer in der Verwaltung gearbeitet haben.“

„Stadtmitte am Fluss“ bietet Saarbrücken nach Leidingers Überzeugung nicht erst Chancen, wenn das Projekt abgeschlossen ist. „Als Touristiker“ könne er sagen: „Wenn wir es richtig anstellen und sich die Universität und die anderen Hochschulen einklinken, wird das schon in der Bauphase eine touristische Attraktion.“

Nun sei es Sache der Politik, der Stadt und des Landes, die Chancen zu nutzen und das Projekt finanziell auf sichere Füße zu stellen. Leidinger: „Wir als Interessengemeinschaft halten uns aus der Diskussion um die Finanzierung raus. Das ist nicht unsere Aufgabe.“







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