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Stadttauben-Verein braucht Geld

Saarbrücken. Bis zu 800 Eier von Stadttauben tauschen sie gegen Gipseier aus, außerdem beseitigen sie gut 850 Kilogramm Taubenkot, den die Tiere in Taubenschlägen in den Parkhäusern am Lampertshof und im Rathaushof hinterlassen: Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Vereins Stadttauben Saarbrücken betreiben eine anstrengende Form des Tierschutzes. Seit einigen Jahren tun sie was gegen das Saarbrücker Taubenproblem, in dem sie zum Beispiel Taubenschläge aufstellen. Zählungen des Umweltamtes belegen, dass die Zahl der Tiere von 2005 bis 2010 von zirka 900 auf 750 sank. Doch den Stadttaubenverein plagen Finanzsorgen, wie der Umweltausschuss des Saarbrücker Stadtrates mitteilt. Obwohl die Tierschützer die Vögel nur rationiert füttern, müssen sie allein für Futter 400 Euro im Monat ausgeben. Schon das kostet also 4800 Euro pro Jahr. Dazu kommen noch Tierarztkosten. Zu viel für einen Verein, der sich nur aus den Beiträgen seiner rund 20 Mitglieder finanziert und auf Spenden angewiesen ist. Auch Aktionen wie zum Beispiel Flohmärkte reichen bei weitem nicht aus, um die Kosten zu decken.

2010 und 2009 hatte der Verein aus Zuschüssen des kommunalen Naturschutzes 1300 Euro erhalten, 900 davon gab es im Vorjahr, die übrigen 400 Euro im Jahr 2009. Da die Stadt ihre Zuschüsse für das laufende Jahr – maximal 5000 Euro – unter verschiedenen Naturschutzverbänden aufteilen muss, „handelt es sich hierbei aber nicht um eine gesicherte Unterstützung“, teilt das Umweltamt mit. Im laufenden Jahr seien die Taubenschützer bereits mit 1000 Euro unterstützt worden. Doch auch dieses Geld gehe demnächst zur Neige, hieß es im Ausschuss.

Die Stadtratsfraktionen waren sich einig. Sie halten die Arbeit des Vereins für wichtig, müssen aber erst intern diskutieren, wie aus dem schon eng gestrickten Stadthaushalt noch etwas für den Taubenverein herauszuholen ist.
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