Saarland: In Homburg-Jägersburg ist die Saar-Pfalz-Straße in Höhe der Hausnummer 45 voll gesperrt auf Grund eines Verkehrsunfalls. (19:14)

Priorität: Sehr dringend

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Stadtwerke kontrollieren die Straßenlaternen regelmäßig

Die Zeit des maroden Mastes sei abgelaufen.

Die Zeit des maroden Mastes sei abgelaufen.

Saarbrücken. Das Ding in der Ursulinenstraße sieht furchtbar aus. Längst klafft im von Regen, Streusalz und Abgasen zerfressenen Sockel des Laternenmastes ein tiefes Loch. Der Rost hat sich so tief hineingefressen, dass Albert Leopold Alarm schlug. Er tat es in einer Mail an die Stadtverwaltung. Und in einer Mail an die Saarbrücker Zeitung. Der SZ-Leser-Reporter hofft, „dass der Schaden schnellstmöglich beseitigt wird, bevor der Mast auf die Straße fällt“. Dass genau das nicht passieren werde, versicherte Saarbrückens Bürgerreferent Robert Mertes der SZ auf Anfrage. Die Zeit des maroden Mastes sei abgelaufen. Er werde ersetzt. Und dieser Austausch ist nach Mertes’ Worten Teil der systematischen Wartung des Saarbrücker Laternennetzes. Zuständig für die etwa 25.000 Saarbrücker Straßenleuchten seien die Stadtwerke. Zwei Wartungsteams der Stadtwerke sind Nacht für Nacht auf Saarbrückens Straßen unterwegs. Denn dann ist auf den ersten Blick zu sehen, wo eine Leuchte schwächelt. Ein Meister und acht Elektriker sorgen bei den Stadtwerken dafür, dass in der Landeshauptstadt das Licht nicht ausgeht. In der Verwaltung der Stadt kümmert sich ein Mitarbeiter um Planung, Bauleitung, Abrechnung. Alle zwei bis vier Wochen kontrollieren die Wartungsteams jede Straße in Saarbrücken. Einmal im Jahr reinigen sie jede Lampe und schauen sich die Masten auf ihre Standfestigkeit an. Für den Austausch ausgedienter Masten gibt es eine Prioritätenliste. Auf dieser ist das kaputte Ding in der Ursulinenstraße inzwischen ganz nach oben gerückt. „30 bis 40 Jahre hält so ein Mast“, sagte Mertes und bezifferte die Kosten für Material und Einbau auf etwa 1500 Euro. Um die Lampen in Schuss zu halten, gibt die Stadt zwei Millionen Euro im Jahr aus. Für neue Leuchten, die länger halten und weniger Strom verbrauchen, stehen 1,3 Millionen Euro im Haushalt 2012. Aber auch die modernste Lampe braucht nun mal Strom. Und der geht ganz schön ins Geld. „Die Stromkosten für die Straßenbeleuchtung betragen 1,6 Millionen Euro pro Jahr“, teilte Mertes mit. Was die Helligkeit angeht, folgen die deutschen Kommunen den Empfehlungen des Deutschen Norm- und Kontrollausschusses. In Wohngebieten soll die durchschnittliche Beleuchtungsstärke nie unter drei Lux sinken. Zum Vergleich: Mondlicht hat 0,25 Lux. Wo mehr Verkehr ist, muss es heller als drei Lux sein. Lichtfühler messen in Saarbrücken die Beleuchtungsstärke und schalten die Straßenlampen ein und aus. Sinkt die Helligkeit unter 30 Lux, gehen die Lichter an. Steigt sie über 25 Lux, dann gehen sie aus. 

Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von Leser-Reporter Albert Leopold. Sie haben auch Spannendes zu erzählen und sogar Fotos gemacht? Dann schicken Sie uns alles als Leser-Reporter: per Sprachnachricht, SMS/Fax, MMS mit Foto an Tel. (06 81) 59 59 800, E-Mails an leser-reporter@ sol.de
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