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Starkregen im Saarland überflutet Keller und sorgt für Unfälle

Nach heftigen Regenfällen steht am Mittwoch (23.10.2013) die Ortsmitte von Walpershofen komplett unter Wasser. Der Köllerbach, der eigentlich an der Stelle in Walpershofen etwa 80 cm breit und 50 cm tief ist, konnte das Wasser von den Feldern nicht mehr aufnehmen.

Nach heftigen Regenfällen steht am Mittwoch (23.10.2013) die Ortsmitte von Walpershofen komplett unter Wasser. Der Köllerbach, der eigentlich an der Stelle in Walpershofen etwa 80 cm breit und 50 cm tief ist, konnte das Wasser von den Feldern nicht mehr aufnehmen.

Mehrere Straßen mussten wegen der Wassermassen vorübergehend gesperrt werden, wie die Polizei mitteilte. Acht Unfälle führt die Polizei auf die Wetterlage zurück. Die Feuerwehren pumpten überflutete Keller leer.
 
Als Folge des Starkregens sind die Wasserstände an Theel, Ill und an den Oberläufen von Prims und Blies stark angestiegen. Das Saar-Hochwasserzentrum teilte mit, Überflutungen könnten nicht ganz ausgeschlossen werden. Erste Meldehöhen wurden gestern überschritten.

Dudweiler und Sulzbach
Starke Regenfälle sorgten in Dudweiler und Sulzbach für einige Verkehrsbehinderungen. „Wir hatten zwischen 5.30 und 8 Uhr zehn Einsätze“, berichtet Christian Karlowatz von der Sulzbacher Polizeiinspektion. Überflutete Straßen und dadurch bedingte Unfälle waren dabei die Regel. Glücklicherweise blieb es allerdings bei Blechschäden. Die Wassermassen sorgten auch dafür, dass die Berufsfeuerwehr Saarbrücken viermal in Dudweiler ranmusste, um in der Fischbachstraße, Sulzbachtalstraße, Rehbachstraße und in der Straße In den kurzen Rödern verstopfte Gullis zu säubern.

Heruntergefallenes Laub hatte verhindert, dass der Regen wie gewohnt abfließt. Am schlimmsten betroffen war die Straße In den kurzen Rödern. Hier Stand laut einem Feuerwehrsprecher das Wasser bereits 50 bis 60 Zentimeter hoch und die Wehr musste sich neben den verstopften Regenabflüssen um drei überflutete Keller kümmern. Und auch in der Rehbachstraße lief laut Feuerwehr ein Keller voll.

In Sulzbach blieb es bei zwei überfluteten Straßen und auch hier waren mit Laub verstopfte Gullis das Problem, wie Feuerwehrsprecher Richard Plein erklärt. In Quierschied und Friedrichsthal blieb es hingegen ruhig. Deren Wehren hatten keinerlei Einsätze zu fahren.


Völklingen
Die Eisenbahnunterführung an der Saarbrücker Straße zwischen Fenne und Fürstenhausen war überspült. Gegen 5.50 Uhr, berichtet die Völklinger Polizei, war sie überspült, ein Autofahrer hatte sich dort mit seinem Wagen festgefahren. Die Feuerwehr öffnete den Kanaldeckel, so dass das Wasser abfließen konnte. Keine große Sache, sagt Feuerwehr-Pressesprecher Dirk Schoepp; um 6.25 Uhr war die Wehr wieder eingerückt.

Doch da es weiter regnete, stand die Unterführung gegen 8.15 Uhr erneut unter Wasser. Etwas später, gegen 8.50 Uhr, musste die Wehr einen weiteren Kanaleinlauf durchgängig machen: Dieses Mal war die Kokereistraße auf Höhe der Meeresfischzuchtanlage überspült. „Land unter“, aber ohne Feuerwehreinsatz, dann gegen 9.30 Uhr in Luisenthal: Im Bereich Gerhardtstraße/ Altenkesseler Straße/ Josefaschacht trat der Frommersbach über die Ufer. Und der frisch renaturierte Köllerbach nahe der Stadionstraße verwandelte sich zum reißenden Strom.

Auch den Lauterbach hielt es nicht lange in seinem Bett. „Das Wasser stand so hoch wie noch nie zuvor“, sagt Anwohner Marcus Huwig, der schon um fünf Uhr früh hilflos mit ansehen musste, dass das dreckige Wasser zuerst seinen Swimmingpool kaputtdrückte, um sich dann durch die Häuserwand in den Keller zu pressen. Dort stehen 15 Flipper, einen im Wert von 2500 Euro hat’s erwischt. Der Lauterbach hatte sich zwar bis zum Mittag wieder zurückgezogen, ohne dass die Feuerwehr eingreifen musste, wie Ortsvorsteher Dieter Peters der SZ mitteilt. Da der Bach aber bekanntlich Abwässer aus Frankreich mitführt, bleiben stinkende Spuren: „Die ganze Wiese ist jetzt grau, da kann ich meine Kinder nicht mehr hinschicken“, schimpft Huwig, während Alwin Fischer, ebenfalls Bach-Anwohner, seinen Wintersalat nun früher als erwartet ernten, aber dann direkt wegschmeißen wird.
Der Warndt hat den Regen unbeschadet überstanden. „Keine Vorkommnisse“ meldet der Pressesprecher der Rosseler Wehr, Thomas Tomiczek.


Köllertal
In Dilsburg stand der Bereich Saarbrücker Straße, Ecke Holzer Straße unter Wasser, der Wahlbach hatte im Umfeld des früheren Feuerwehrgerätehauses Keller und Garagen geflutet. In Berschweiler war die Ortsdurchfahrt überflutet, der Regen hatte zudem Erde von einem Feld gespült, so dass Wasser und Schlamm in mehrere Häuser eindringen konnten.
Etwa 80 bis 90 Heusweiler Feuerwehrleute waren  in Heusweiler  im Einsatz. Um 6 Uhr rückte die Wehr zum ersten Mal aus, allein am Vormittag waren es etwa 20 bis 25 Einsätze, die in der eigens eingerichteten technischen Einsatzleitstelle im Gerätehaus Eiweiler koordiniert wurden. Am Parkplatz nahe der Schiller-Schule in Heusweiler standen vier ältere Autos unter Wasser – zwei Ford und zwei Peugeot. Die Polizei veranlasste, dass die Wagen abgeschleppt wurden und geht davon aus, dass drei der Autos nicht mehr zu retten sind, da das Wasser bis an die Sitze stand.
In Riegelsberg stand am Morgen die Hilschbacher Straße 40 Zentimeter tief unter Wasser. Im Ortsteil Walpershofen war die Ortsdurchfahrt zwischen den beiden Brücken einschließlich des neuen Platzes in der Ortsmitte überflutet, schildern Polizei und Sascha Kausch, Pressebeauftragter der Riegelsberger Feuerwehr. Wehr und THW hatten in Walpershofen etwa 45 Kräfte im Einsatz, dazu kam noch der Einsatzleitwagen der Saarbrücker Berufsfeuerwehr. Keller von zehn Häusern mussten leergepumpt werden.
Die neue Ortsmitte, so Bürgermeister Klaus Häusle, scheint – abgesehen von Verschmutzungen – nicht weiter in Mitleidenschaft gezogen. Es sieht jedenfalls so aus, als hätten die neuen Bodenplatten und die Stufen gehalten. Zwischen 11.30 und 12 Uhr war das Wasser im Köllerbach auch nicht weiter gestiegen, so dass es gerade noch unter der neuen Fußgängerbücke am Spielplatz durchfließen konnte. Die Feuerwehr vermeldete schließlich einen sinkenden Pegel, so dass der Gehweg unter der Saarbahnbrücke (Etzenhofer Straße) gegen 13.15 Uhr wieder passierbar war.
Einen speziellen Nachteil gab es allerdings doch, schildert Häusle: Ein Stromverteilerkasten der VSE sitzt tief am Fuß des Mittelpfeilers der neuen Saarbahn-Brücke, daher wurde der Strom sicherheitshalber am Vormittag abgestellt. Dadurch hatte ein Teil der Heusweiler Straße keinen Strom, wodurch natürlich auch die Pumpen nicht mehr funktionierten, die Anwohner in ihren Kellern installiert haben. Man wolle nun mit der VSE prüfen, so Häusle, ob man den Verteilerkasten auch weiter oben anbringen kann. Das letzte Hochwasser in ähnlicher Größenordnung habe es vor Ort 2006 gegeben.


Saarlouis
Auf der Autobahn 620 sorgte an der Anschlussstelle Lisdorf der Richtungsfahrbahn Saarbrücken wieder mal ein Erdrutsch für Behinderungen und Beeinträchtigungen. Schlamm und Unterholz machten in den frühen Morgenstunden Teile der Abbiegespur unpassierbar. Polizeikräfte aus Bous sicherten die Gefahrenstelle ab, Kräfte der Autobahnmeisterei vom Landesbetrieb für Straßenbau räumten die Fahrbahn wieder frei.
Die Polizei in Saarlouis meldete gestern überschwemmte Straßen, so in Wallerfangen Am Hohberg und in der Kalkofenstraße. Die Polizeiinspektion Bous teilte mit, dass die Straße In der Langwies in Überherrn gestern Morgen kurzzeitig wegen Überschwemmung gesperrt wurde. In Lebach machte die Polizei die Heeresstraße aus dem gleichen Grund rund eine Stunde dicht. „Nichts Gravierendes, nur leichte Feuerwehreinsätze“, sagte ein Polizeisprecher.












 
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