L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Startschuss für Neubau an der Berliner Promenade im Mai

Noch ist auf der Baustelle an der Berliner Promenade nicht viel los. Bis Juni 2015 will die Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung hier ein Gebäude mit Blick auf die Saar hochziehen.

Noch ist auf der Baustelle an der Berliner Promenade nicht viel los. Bis Juni 2015 will die Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung hier ein Gebäude mit Blick auf die Saar hochziehen.

Die Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung (GIU) ist optimistisch, dass das „Rivage“ an der Berliner Promenade ein Erfolg wird. Der Betreiber für die Gastronomie stehe fest, sagte GIU-Geschäftsführer Jürgen Schäfer. Der Kaufvertrag werde wohl bald unterschrieben. Und auch zwei von drei Eigentumswohnungen seien bereits reserviert. Noch im Mai sollen die Arbeiten am Rohbau nach Angaben Schäfers beginnen und im Juni 2015 das „Rivage“ inklusive Tiefgarage, die von der unteren Berliner Promenade zu erreichen ist, fertig sein.

Die GIU, ein Tochterunternehmen der Stadt, zieht das Gebäude hoch, nachdem kein Investor bereit war, dort zu bauen (die SZ berichtete). Zwar wollte Schäfer den Namen des Gastronomen, der zwei Etagen belegen wird, noch nicht nennen, es sei aber eine „größere Kette“, die den ganzen Tag über Speisen und Getränke anbieten werde. Schäfer: „Wir wollen hier kein Schnellrestaurant, sondern Qualität.“ Auf drei Etagen werde die GIU außerdem Büros vermieten. Darüber werden die Eigentumswohnungen gebaut, und im obersten Geschoss sei eine Dachterrasse geplant.

Die Stadtverwaltung lässt zeitgleich zum Bau des „Rivage“ direkt nebenan die Schifferstraße quasi abreißen und baut eine neue Verbindung von der Bahnhofstraße zum oberen Teil der Berliner Promenade. Hier soll auch ein Platz entstehen. Die Stadt werde alle Grundstückseigentümer, also auch die GIU, an diesen Kosten beteiligen.

Die städtische Gesellschaft koordiniert die Bauarbeiten, damit das „Rivage“, die Schifferstraße und der Platz rechtzeitig fertig werden, sagt Schäfer. Auf dem Platz soll auch eine Skulptur aufgestellt werden. Wie die Verwaltung in einer Stellungnahme zur heutigen Sitzung des Bauausschusses mitteilt, werde ein Künstlerinnen- Wettbewerb ausgelobt, wobei die Siegerin spätestens im August feststehen müsse. Nur so sei es möglich, dass die Skulptur den Zeitplan der Bauarbeiten nicht gefährde. Das Kunstwerk soll wahrscheinlich Anfang 2015 an der Seite des Primark-Kaufhauses aufgestellt werden, heißt es in der Vorlage der Verwaltung zur Sitzung.

Das „Rivage“ wird dort entstehen, wo früher das Drescher-Haus stand. Die Stadt Saarbrücken hatte nach Angaben von Pressesprecher Thomas Blug das Drescher-Haus und das Grundstück für zwei Millionen Euro gekauft, wobei dafür 400 000 Euro Zuschüsse von der Europäischen Union flossen und das Gebäude 2011 für 560 000 Euro abgerissen. Ein entscheidender Punkt für GIU-Geschäftsführer Jürgen Schäfer: „Es wäre schwierig geworden, den Bau zu finanzieren und das Grundstück zu kaufen.“ Letzteres ist nun für die GIU weggefallen. Die nimmt nach Angaben Schäfers für die Baukosten einen Kredit in Höhe von rund fünf Millionen Euro auf, nicht die Stadt Saarbrücken. Denn bei diesem Engagement wolle die Gesellschaft mit der Vermietung Gewinne erwirtschaften. Schäfer betont, dass die Laufzeit des Bankkredits aufgeteilt wird. Denn der Gastronom werde die Flächen im „Rivage“ kaufen. Diese Baukosten würden mit einer kürzeren Laufzeit zwischenfinanziert, als die Büroflächen, die vermietet werden.
 


HINTERGRUND 

Mit Zustimmung der Kommunalaufsicht hat die Stadtverwaltung 48 Millionen Euro Schulden, die bei der GIU aufgelaufen waren, übernommen und dafür einen Kredit aufgenommen. Denn die Stadt erhält bei den Banken günstigere Konditionen als die GIU. Das darf die Stadt aber bei gewerblichen Objekten wie dem „Rivage“ nicht, erklärt GIUGeschäftsführer Jürgen Schäfer. Anders sei das bei sogenannten Erschließungsmaßnahmen zum Beispiel von Gewerbegebieten. Hier übernehme die Stadt die Defizite und sorge dafür, dass diese Schulden nicht bei der GIU auflaufen wie in der Vergangenheit. sm
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