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Statistik: Es gibt immer weniger Saarbrücker

Sterben die Saarbrücker aus? Laut Statistik werden es stetig weniger...

Sterben die Saarbrücker aus? Laut Statistik werden es stetig weniger...

Saarbrücken. Der demographische Wandel hat Saarbrücken heftig erwischt – mit allen Risiken und Nebenwirkungen. Oder er ist, je nach Standpunkt, Gelegenheit, eine Stadt neu zu positionieren – und damit nicht Gefahr, sondern Chance. Er vollzog und vollzieht sich aber nicht blitzartig. Schon vor bald sieben Jahren verpackte der damalige Bürgermeister Kajo Breuer (Grüne), die Folgen des Umbruchs in diesem Satz: „Die Saarbrücker werden weniger, älter und bunter“ (SZ vom 17. Dezember 2004).

Saarbrückens Schrumpfkurs: Schon seit Jahren

Und Breuer skizzierte, was dieser Wandel für die Stadtplaner bedeutet: Sie müssen Infrastruktur und Dienstleistungsangebote der sinkenden Nachfrage anpassen. Der Wandel betreffe alle Politik- und Lebensbereiche. Die städtischen Statistiken zeigen, dass Saarbrückens Schrumpfkurs schon vor mehr als vier Jahrzehnten begann. Seit 1970 sinkt nämlich die Einwohnerzahl der Landeshauptstadt, von Ausnahmen abgesehen, Jahr für Jahr.

Über 30 000 Bürger weniger Sogar ohne Ausnahme lag die Zahl der Sterbefälle mindestens dreistellig höher als die Zahl der Geburten. Folge des Dauerschrumpfens: Von 213 622 Bewohnern im Jahr 1970, bezogen aufs heutige Stadtgebiet, ging sie auf 178 194 im Jahr 2010 zurück. Was dabei überraschen dürfte: das höchste Einwohnerminus für Saarbrücken gab es mit einem Saldo von 4544 nicht in der jüngsten Vergangenheit, sondern im Jahr 1977. Damals überwog die Zahl der Fortgezogenen die der Neu-Saarbrücker um 3615. Hinzu kam, dass damals die Zahl der Sterbefälle die der Geburten um 929 übertraf.

Saarbrückens Einwohnerschwund wird, über längere Zeiträume betrachtet, seit den Neunzigern immer deutlicher spürbar. Dem Zwischenhoch von 1992 – nach Wiedervereinigung und anderen Zuwanderungswellen – mit 191 874 Einwohnern folgte ein Rückgang, der nur 2001 fast zum Stillstand kam, um sich danach wieder fortzusetzen.

Die Zahl der Deutschen ging zwischen 1990 und 2010 von 174 148 auf 154 458 zurück. Die der Ausländer stieg von 16 229 (1990) auf 23 736 (2010). Wobei die Zahlen nicht Jahr um Jahr kletterten, sondern nach kräftigen Aufwärtsbewegungen bis 1996 anzogen, seitdem aber stagnieren oder sogar leicht sinken.

Der Umbruch in der Landeshauptstadt betrifft eben jeden, ob den Alteingesessenen oder den Zugewanderten. Einkaufsmöglichkeiten, Freizeitangebote, Stadtsäckel: Alles ein Frage der Einwohnerzahl. Und die sinkt.

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