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Statistik der Polizei im Kreis Neunkirchen: Aufklärungsquote die höchste im Saarland

Symbolfoto.

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. 174 – 204 – 234. Es ist natürlich reiner Zufall, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche im Landkreis Neunkirchen in den vergangenen drei Jahren jeweils um 30 Fälle gestiegen ist. Keine erfreuliche Entwicklung, aber im Landes- und Bundesvergleich ist das Risiko, von Einbrechern buchstäblich heimgesucht zu werden, relativ gering. Voraussetzung ist allerdings, dass man nicht gerade in einer Wohngegend lebt, die von einer Bande „abgegrast“ wird. So geschehen im Spätherbst 2014, als innerhalb weniger Wochen insgesamt 23 Wohnungseinbrüche im Bereich Neunkircher Biedersberg die Menschen in Angst und Schrecken versetzt haben. Wobei es bis heute nicht geklärt ist, ob es sich tatsächlich um eine Bande oder um Einzeltäter gehandelt hat. Ihre Identifizierung ist nämlich trotz intensiver Bemühungen der Polizei bisher nicht gelungen. „Die Stimmung war damals ziemlich aufgeheizt“, weiß der Leiter der Polizeiinspektion Neunkirchen , Thomas Dräger-Pitz. Mit dem Leiter des Kriminaldienstes Reiner Spies war er damals selbst bei einer Versammlung, um den besorgten Bürgern die Maßnahmen der Polizei zu erläutern. Diese haben gefruchtet, die Serie ist abgerissen. Die Zahlen der Kriminalstatistik 2014, die gestern von den Polizeiinspektionen Neunkirchen und Illingen vorgestellt wurden, zeigen aber auch, dass es sich lohnt, sein Haus möglichst gut abzusichern. Die versuchten Einbrüche, bei denen die Täter vom Objekt abgelassen haben, liegen bei fast 50 Prozent.

Einen Seriencharakter hatten auch vier Raubstraftaten im November 2014, die zur Einrichtung der Ermittlungsgruppe „Ziegelstein“ führten. In der Neunkircher Innenstadt waren vier Frauen mittleren Alters überfallen worden, eine davon wurde durch einen Ziegelstein schwer am Kopf verletzt. Eine Tat konnte einem Verdächtigen nachgewiesen werden, der in Haft sitzt, weitere Hintergrundermittlungen laufen noch. Dieser Ermittlungserfolg trug mit dazu bei, dass die Aufklärungsquote (AQ) im Landkreis Neunkirchen wie in den Jahren zuvor die höchste im Saarland ist. Diese wird errechnet durch die Zahl der aufgeklärten Fälle mal Hundert geteilt durch die bekannt gewordenen Fälle. Heraus kommt dabei die beeindruckende Quote von 57 Prozent. Im Vergleich dazu beträgt diese im Saarpfalzkreis nur 48,9 Prozent.

Insgesamt wurden im Kreis Neunkirchen im vergangenen Jahr 8 117 Straftaten registriert, das sind 349 oder 4,1 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Blickt man auf die einzelnen Kommunen, so ist die Entwicklung jedoch recht unterschiedlich. Im innerstädtischen Bereich von Neunkirchen und Ottweiler sind die Fallzahlen gestiegen, im eher ländlichen Bereich wie Illingen oder Eppelborn sind sie gefallen. Ein Ausreißer nach oben ist Merchweiler, wie Illingens PI-Leiter Thomas Schmidt berichtet. Die 15 Wohnungseinbrüche (zuvor 11) trugen dazu bei.

Insgesamt ziehen die beiden PI-Leiter Thomas Dräger-Pitz und Thomas Schmidt symbolisch die Dienstmütze vor den derzeit 130 ( Neunkirchen ) beziehungsweise 46 (Illingen) Polizeibeamtinnen und Beamten. Angesichts wachsender Anforderungen, zu denen auch Fußballspiele gehören, leisten sie vorbildliche Arbeit.
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