A8 Neunkirchen Richtung Saarlouis Zwischen AS Schwalbach/Schwarzenholz und AS Schwalbach Dauerbaustelle, Arbeiten am Mittelstreifen, linker Fahrstreifen gesperrt bis 28.10.2017 16:00 Uhr Zweiter Fahrstreifen auf Standspur eingerichtet. (26.05.2017, 13:53)

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Stau-Frust nach Veranstaltungen: Ampelschaltung bei Saarterrassen verärgert Besucher

Nicht nur bei der Premiere des „Circus Flic Flac“, sondern auch auf dem Heimweg brauchten viele Besucher starke Nerven: An einer Ampel gab es lange Rückstaus von bis zu einer Stunde (wir berichteten). Viele verärgerte Leser meldeten sich daraufhin bei der SZ: „Da waren wir ja schneller von unserem ,Flic Flac‘-Besuch in Trier wieder zu Hause“, sagte Helmut Braun aus Saarlouis. Ein Homburger schrieb: „Die Landeshauptstadt bekommt das einfach nicht hin.“ Denn das Verkehrschaos auf den Saarterrassen vor und nach Großveranstaltungen ist ein Dauerärgernis. Am Freitag trafen über 1300 Zirkus-Fans auf die 2000 Besucher des Konzertes von Gitarrist Joe Bonamassa im E-Werk.

Die stadteigene Immobilienagentur GIU, der das E-Werk gehört, habe sich lange um eine Verbesserung der Situation bemüht, erklärt Geschäftsführer Jürgen Schäfer. Seit 2014 schicke man die Belegungspläne an das städtische Ordnungsamt und teile diesem mit, bei welcher Veranstaltung die Ampelschaltung geändert werden solle. Wenn die Besucher einer Veranstaltung nach Hause fahren, gibt es dann deutlich längere Grünphasen: „Natürlich haben wir weiter das Nadelöhr, aber der Verkehrsabfluss ist wesentlich entspannter“, sagt Schäfer. Bei der Anfahrt sei diese Regelung dagegen nicht möglich – und normalerweise auch nicht erforderlich.

Stadtsprecher Thomas Blug bedauert, bei der „Flic Flac“-Premiere sei es versäumt worden, eine Meldung an die Saarbahn zu schicken, die in der Stadt für eine Änderung der Ampelschaltung zuständig ist. Die Verwaltung habe nun ein Verfahren entwickelt, das sicherstellen solle, dass solche Versäumnisse möglichst nicht wieder passieren, so Blug.

Ganz ließen sich die Staus jedoch nicht vermeiden, sind sich Polizei , Stadt und GIU einig. Und so wird es bestimmt auch bei den nächsten Gastspielen von bekannten Künstlern wie „Fettes Brot“ (18. November), „K.I.Z“, Gregor Myle und Marsimoto (4., 6. und 12. Dezember) im E-Werk wieder eng. Zurzeit gebe es pro Jahr nur rund zehn solcher Konzerte. Doch in Kürze kommen laut GIU zwei weitere Veranstalter hinzu. Bei über 3000 Besuchern seien Staus von bis zu einer Stunde für viele noch akzeptabel, glaubt die Gesellschaft.

„Die Polizei kann da nicht regulierend eingreifen – das wäre zu personalintensiv und kompliziert“, sagt der stellvertretende Leiter der Inspektion Burbach, Thomas Kolz. Die Ampel könne den Verkehr besser als jeder Kollege regeln. Denn sonst würden sich die Autos an den nächsten Ampeln der stark frequentierten B 51 stauen.

Als Alternative zu der Käthe-Kollwitz-Straße sei die Abfahrt über die Heinrich-Barth-Straße möglich, erklärt Kolz. Auf Veranlassung der Polizei sei ein entsprechendes Hinweisschild aufgestellt worden. Doch das ist in der Dunkelheit nur schwer zu erkennen. Nach Angaben mehrerer SZ-Leser war das Schild bei der „Flic Flac“-Premiere zudem durchgestrichen. Das habe mit inzwischen beendeten Baumaßnahmen zusammengehangen, sagt Kolz. Es sei ganz einfach vergessen worden, die Umfahrung aufzuheben. Seit der Schaltung des Abfahrtsprogrammes laufe der Verkehr jedoch im Regelfall besser. Zudem habe man mit dem Zirkus vereinbart, dass er nach dem Show-Ende auf die Stau-Umfahrung hinweist, so Kolz.

Eine deutliche Verbesserung der Verkehrsanbindung würde der von der Landeshauptstadt geforderte so genannte Vollanschluss Messe an die A 620 bringen. Mit diesem Projekt habe sich der Stadtrat vor wenigen Tagen auseinandergesetzt, so Stadtsprecher Blug. Mit einem einstimmigen Antrag habe man die Landesregierung dazu aufgerufen, den Ausbau zügig umzusetzen.
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