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Stau: Saarbrückens Straßen sind mehrmals am Tag verstopft

Ein Falschparker genügt. Der weiße Lieferwagen blockiert kurz vor 10 Uhr den Weg zum Rathausparkdeck. Sofort stockt dahinter der Verkehr. Ausgerechnet jetzt, wo Tausende in die Stadt fahren, ohnehin über Stillstand fluchen und sich über das scheinbare „Dauerrot“ an ihren Ampeln wundern. Das ist typisch für Saarbrücken an einem Wochentag. Aber es sei keineswegs Folge falscher Verkehrsplanung, sagt Gerhard Darm. Er leitet beim Ordnungsamt die Straßenverkehrsstelle.

Und Christof Kreis vom Stadtplanungsamt sagt im SZ-Gespräch, wie Saarbrücken Verkehrsströme lenkt: mit einem Rechner, der in fünf Programmen die Rot- und Grünphasen der meisten der rund 200 Ampeln an die Fahrzeugmengen anpasse. Und mit Baustellenplanung, die auf den Verkehr Rücksicht nehme, wie Stadtsprecher Thomas Blug betont. „Wir achten bei unseren Koordinationsrunden auf viele Details und versuchen, die verschiedensten Interessen zu berücksichtigen, etwa die des Handels und seiner Kunden.“

Wann auf den Hauptverkehrsadern das meiste los ist? Kreis: „Wir haben Spitzenzeiten von 7.30 Uhr bis 8.30 Uhr und von 16 Uhr bis 17 Uhr.“ Dann kommen die meisten der 140.000 Pendler, die in Saarbrücken arbeiten, Schulen besuchen oder studieren, und verlassen die Stadt schließlich wieder. Folgerichtig versuchen Darms und seine Leute von der Straßenverkehrsstelle, Tagesbaustellen in die verkehrsärmere Zeit zwischen 9 und 15 Uhr zu legen.

Wie groß die Anziehungskraft der Landeshauptstadt ist, zeigt die Berufspendler-Quote: Rund 66 Prozent aller, die in Saarbrücken ihr Geld verdienen, wohnen außerhalb. Und die meisten sind in diesen Adventstagen am Arbeitsplatz, nur wenige in Urlaub, wie Kreis zu bedenken gibt. „An der Uni ist jetzt zum Beispiel Hochbetrieb.“ Blug betont, dass Saarbrückens Straßen auf solche Alltagsspitzen hin ausgelegt seien. „Eng wird es erst, wenn Sondereffekte hinzukommen, also etwa der Vorweihnachtsverkehr oder Feiertage in Frankreich.“ Keine Stadt könne ihre Straßen auf solche Extremzeiten hin ausbauen. Stattdessen bekämen Fußgänger mehr Platz, so in der Eisenbahnstraße.

Darm ergänzt, dass die Planer derzeit nicht zusätzliche Stau-Stellen schaffen. „Vom 15. November bis 6. Januar richten wir keine neuen Baustellen ein.“ Außer wenn es, wie jetzt an der Malstatter Brücke, für die Sicherheit nötig sei.

Blug weist noch auf den öffentlichen Nahverkehr hin: „Citybesucher können zum Beispiel einen Park-and-Ride-Platz nutzen und in die Saarbahn umsteigen.“ Und er nennt die „weniger citynahen, in der Regel aber günstigeren Parkplätze“. Darm erinnert daran, wie gerade Tausende Bus und Bahn für ein Großereignis nutzten. „Beim Spiel FCS gegen Dortmund klappte das prima.“


Parkmöglichkeiten im Internet:
Saarbruecken.de/parken
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