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Steigende Studentenzahlen an Uniklinik Homburg

Homburg. Obwohl am Mittwochabend Schneeregen die Straßen glitischig machte, waren fast alle geladenen Gäste gekommen, um zusammen mit dem Leitungsgremium des Universitätsklinikums das neue Jahr zu begrüßen.

Dass mehrere Gäste noch am 26. Januar gute Wünsche fürs neue Jahr austauschten, zeigte, dass solche Zusammenkünfte beliebt sind, weil man sich "ja sonst kaum sieht", wie es ein Mitglied des Vereins der Freunde des Universitätsklinikums formulierte.

Tatsächlich waren alle diejenigen gekommen, die mehr oder weniger dem Klinikum beruflich oder privat verbunden sind: Aus dem Gesundheitsministerium, von den Krankenkassen, von der Ärztekammer, von Trägervereinen, von anderen Krankenhäusern, aus der Universität, von den Gewerkschaften, aus den Reihen der Kommunalpolitiker sowie Mitarbeiter und Freunde des Klinikums. Der ärztliche Direktor, Professor Wolf-Ingo Steudel, informierte über die Neuerungen, die im Laufe des Jahres 2010 zu verzeichnen waren. Zwei neue Klinikdirektoren wurden berufen: Professor Robert Bals in der Lungenklinik löste Professor Gerhard Sybrecht ab, der in den Ruhestand ging, und Professor Joachim Oertel kam aus Mainz, um in der Neurochirurgie Professor Steudel zu ersetzen, dessen Aufgabe nun darin besteht, hauptamtlich dem Universitätsklinikum vorzustehen.

Steudel erwähnte auch, dass fünf Homburger Professoren der Leopoldina angehören, was eine Anerkennung für das hohe Niveau der Forschung am UKS sei: Markus Hoth, Dieter Kohn, Irene Schulz, Jens Rettig und Veit Flockerzi. Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina ist die älteste naturwissenschaftlich-medizinische Gelehrtengesellschaft in Deutschland. Sie wurde 1652 in Schweinfurt gegründet und hat seit 1878 ihren Sitz in Halle. Zu Mitgliedern werden hervorragende Wissenschaftler aus aller Welt gewählt. Doch gute Professoren können nur in die Zukunft wirken, wenn sie auch Studenten zu guten Medizinern ausbilden.

"Die Studentenzahl in der Humanmedizin ist um 25 Prozent im letzten Jahr angestiegen. Und das bei gleichen Ressourcen!", betonte Steudel. Das liege daran, dass man die Studienplätze erhöht habe. Der Frauenanteil liegt inzwischen bei 60 Prozent. "Uns wird vorgeworfen, dass wir zu viele Medizinstudenten im Vergleich zur Größe des Landes hätten", so Steudel weiter, betonte aber die Verantwortung gegenüber der Bevölkerung bezüglich medizinischer Versorgung. Und er appellierte an die jungen Ärzte, nach der Ausbildung nicht das Land zu verlassen. In Richtung Politik sagte er: "Es muss doch möglich sein, qualifizierte Leute bei uns zu halten". maa

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