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Sternekoch Kunz veranstaltet Akrobatik-Dinner

Sternekoch Alexander Kunz.

Sternekoch Alexander Kunz.

Saarbrücken. Ein Kochkünstler wird zum Varieté-Direktor: Artistik, Comedy, Revue und Kulinarik stehen auf dem Menü, das der Sternekoch Alexander Kunz den Gästen seiner Dinnershow serviert. 62 Vorstellungen sind vom 30. November bis Mitte Februar 2011 im Spiegelzelt am Saarbrücker Römerkastell geplant.

Varieté im Tanzpalast
„Wir haben ja bereits 2008 mit Flic Flac erfolgreich eine Dinnershow durchgeführt und wollten diese Zusammenarbeit eigentlich fortsetzen“, erklärte Kunz gestern bei der Vorstellung seines Konzeptes in Saarbrücken. Als der Zirkus seinen regulären Tourbetrieb einstellte (wir berichteten) entschloss er sich, das Projekt im Alleingang weiterzuführen. Er mietete den Originalnachbau eines Tanzpalastes und buchte verschiedene Künstler. Über die Höhe der Kosten seines „Alexander Kunz Theatre“ schweigt der Saarländer diskret.

Auf der Bühne sollen unter anderem Handstand-Akrobaten, eine Fuß-Jongleurin und Hochseil-Artisten für hochwertige Unterhaltung sorgen. Auf den Tellern serviert Kunz seinen Gästen dazu ein festliches Vier-Gänge-Menü, zu dem Atlantikdorsch und Rinderschulter gehören. Auch eine vegetarische Variante gibt es.

Tickets ab hundert Euro
Zu den wichtigen Säulen der Show gehören zudem Gesang, Revue-Tänzerinnen aus dem „Lido“ und „Moulin Rouge“ sowie eine Extraportion Comedy. Für die sorgen der Patron Monsieur Traviata und die skurrile Kellnerin Rucola. Der Vorverkauf der Tickets, die zwischen stolzen 99 und 135 Euro kosten, ist kürzlich gestartet: „Die erste Resonanz ist ganz gut“, freut sich Kunz.  Zudem würden Firmen die Show für Weihnachtsfeiern und Kundenabende buchen.

Bundesweit sprießen seit einigen Jahren die Events, die Essen mit Showprogrammen von Akrobatik bis Zauberei bis hin zu einem schaurigen Krimi-Dinner kombinieren, wie Pilze aus dem Boden. „Es kann jeder essen, wie er mag“, sagt Ernährungsexperte Udo Pollmer, der es völlig normal findet, dass man sich beim Essen nicht bloß auf die Speisen auf dem Teller konzentriert.

„Die meisten Menschen können mit Messer und Gabel essen, da habe ich keine Bedenken, dass eine Show sie ablenkt.“ Zudem fände es der wissenschaftliche Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften auch merkwürdig, wenn nichts mehr parallel ginge und scherzt: „Dann müssten wir konsequenter Weise auch beim Sex das Licht aus- und die Musikanlage abschalten.“ Eine krampfhafte Fixierung auf das Essen sei nicht die Norm und komme allenfalls bei Essgestörten vor, die durch eine Showeinlage davon abgelenkt werden könnten, unkt Pollmer. „Aber sie könnten dann das Essen unbemerkt unterm Tisch verschwinden lassen.“

300 Gäste pro Show
Der Familienbetrieb Kunz meistere die Doppelbelastung mit der Dinnershow in Saarbrücken und dem Restaurant in St. Wendel-Bliesen gut, findet Alexander Kunz. Für die Shows, bei denen zirka 30 Personen in der Küche und 20 Servicekräfte für das Wohl der 300 Gäste sorgen, habe man zusätzliches Personal engagiert. Dass die Besucher auf die Minute genau ihr Essen serviert bekommen, sei für die erfahrenen Küchenprofis kein Problem. „Das ist für uns normales Handwerk“, sagt der Koch und ergänzt: „300 Gäste sind für uns auch nicht so die riesige Personenzahl.“

Auf einen Blick

Die Dinnershow „Alexander Kunz Theatre“ wird von 30. November bis Mitte Februar 2011 an 62 Abenden im Spiegelpalais am Römerkastell in Saarbrücken aufgeführt. Gespielt wird an allen Tagen außer montags. Die Karten kosten je nach Platz und Spieltag zwischen 99 und 135 Euro. Infos unter Tel. 01805 225544, www.kunz-theatre.de. mv

 


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