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Storchen-Treffen in Bliesen: Tiere zieht es in Gruppen gen Süden

Etwa 45 Störche wurden in dieser Wiese in Bliesen besichtet.

Etwa 45 Störche wurden in dieser Wiese in Bliesen besichtet.

Tierisches Treffen im St. Wendeler Ortsteil:  Leserreporter Armin Fuchs hat Auf den Eichgärten in Bliesen am vergangenen Samstag (13.08.2016) eine Schar an Störchen beobachtet. Er schätzt, dass zeitgleich etwa 45 Tiere durch das Wiesental stelzten. Sie könnten aus dem Glantal, dem Raum Landau oder Worms stammen. Solche Versammlungen deuten daraufhin, dass Adebar in Aufbruchstimmung ist. In Kürze geht es auf die Reise ins Winterquartier. „Jungvögel sind teilweise schon unterwegs“, sagt Peter Volz, Koordinator der Aktion Storch beim Bund Naturschutz Ostertal (BNO). Die Älteren starten ihren Flug etwas später.

 

´Einige Tiere tragen Sender, so dass ihr Flug von Forschern nachvollzogen werden kann. Naturfotograf Otmar Becker aus Niederkirchen beschäftigt sich schon seit Jahren intensiv mit den Störchen. Er berichtet von den Jungtieren Kurt, Henning und Sylvia, die in diesem Jahr in Zweibrücken geschlüpft sind. Alle drei tragen Sender. „Kurt ist aktuell bei Avignon (Südfrankreich), hat bereits 575 Kilometer zurückgelegt“, weiß Becker. Sein Bruder Henning ist bei Lyon, Schwester Sylvia kurz davor.

 

Welche Strecken die Vögel zurücklegen, zeigt Felix. Diesen 2015 geborenen Jungstorch hat Becker gerade in der Beobachtung. „In den vergangenen zwölf Monaten hat er 3951 Kilometer zurückgelegt und die Länder Spanien und Marokko besucht“, berichtet er. In dem nordafrikanischen Land hält er sich auch aktuell auf.

 

Ob es die Storchenkinder von der Göckelmühle auch mal soweit schaffen? Aktuell sind sie noch im Nest, starten aber schon kräftig Flugversuche. „Sie sind spät geboren“, erinnert Volz. „Sie werden wohl erst später losfliegen.“

 

Ziel fürs Winterquartier ist neben dem afrikanischen Kontinent auch Spanien. Oft lassen sie sich laut Becker bei Lleida (Katalonien) nieder. „Dort sind riesige Müllhalden, wo es viel zu fressen gibt.“ Möglicherweise haben sich die Tiere am vergangenen Samstag schon gemeinsam auf den Weg gen Süden. Ihr Abflug beschreibt Armin Fuchs als „sehr bewegend, Einige Anwohner waren auch da und sahen sich das Schauspiel an.“

 

facebook.com/saarbrueckerzeitung.wnd

 

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