Saarland, Bildstock, Spieser Straße, Vollsperrung wegen eines Verkehrsunfalls (13:09)

Priorität: Dringend

24°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
24°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Strahlengefahr: Dreiländereck probte nuklearen Ernstfall

Sinz/Schengen/Freudenburg. Im Rahmen von Gefahrenabwehrplanungen im nuklearen und radiologischen Notfallschutz hat am Samstag im Dreiländereck unweit des französischen Atomkraftwerks in Cattenom eine grenzüberschreitende Messübung stattgefunden. Diese Übung, an der rund 65 Personen teilnahmen, wurde vom Saarland in Zusammenarbeit mit Luxemburg und Rheinland-Pfalz durchgeführt. Lothringen nahm an dieser grenzüberschreitenden Übung nicht teil, entsandte aber zwei Beobachter.

Strahlungsquelle installiert

Aus dem Saarland kamen Messeinheiten der Feuerwehren aus den Landkreisen Merzig-Wadern und Saarlouis, die Feuerwehrschule des Saarlandes mit dem Messleitwagen, die Radioaktivitätsmessstelle an der Universität des Saarlandes sowie die Abteilung Umweltradioaktivität des Landesamtes für Umwelt und Arbeitsschutz als Messzentrale des Landes im Einsatz. Sie waren vornehmlich auf dem Parkplatz Rettelberg an der B 406 bei Sinz im Einsatz. Hier hatte man eine Strahlungsquelle installiert, die geortet und deren Intensität gemessen werden musste. Dazu kamen neben zwei Messtrupps aus Rheinland-Pfalz die beiden so genannten „ABC-Erkunder“, zwei Messfahrzeuge der Landkreise Merzig-Wadern und Saarlouis zum Einsatz. Ein weitere „Strahlungsquelle“ befand sich bei Schengen und wurde von den Kräften aus Luxemburg bearbeitet. Die Ergebnisse gingen danach jeweils an die an diesem Tage in Freudenburg installierte Messzentrale.

Das war unter anderem eines der Ziele dieser Übung, wie Reiner Thome vom saarländischen Innenministerium betonte. Messungen und der Transfer der Messdaten sollte unter möglichst realistischen Bedingungen geprobt werden, – und das klappte nach seinem Bekunden ausgesprochen gut.

Tatsächliche Gefahren bestanden jedoch zu keinem Zeitpunkt, wie Andreas Wöhr, Strahlenschutzbeauftragter und Leiter der Radioaktivitätsmessstelle der Saar-Uni betonte.

Qualifizierungsmaßnahmen und kleinere Messübungen

Uwe Schröder vom saarländischen Innenministerium verwies darauf, dass neben dieser normalerweise alle zwei Jahre stattfindenden grenzüberschreitenden Großübungen im Saarland regelmäßig intensive Standortausbildungen und entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen sowie kleinere Messübungen stattfinden. Mit den sechs bei den Feuerwehren in den Landkreisen beheimateten ABC-Zügen sei das Saarland gut aufgestellt.

Die ausgesprochen gute Kooperation mit den Nachbarn soll intensiviert werden, sagte Reiner Thome vom saarländischen Innenministerium. . rup

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein