L151 Wadern Richtung Weiskirchen Zwischen Weiskirchen und Landesgrenze Gefahr durch umgestürzte Bäume, Vollsperrung bis 24.01.2018 08:00 Uhr, die Situation dauert voraussichtlich noch mindestens 4 Stunden an (20.01.2018, 23:28)

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Straßenlaterne per Handy schalten: Saarbrücken findet's gut

In einer Gemeinde in Nordrhein-Westfalen können die Einwohner die Straßenbeleuchtung per Handy einschalten. In Saarbrücken findet man das Konzept gut, konkrete Pläne zur Umsetzung gibt es aber noch nicht.

In einer Gemeinde in Nordrhein-Westfalen können die Einwohner die Straßenbeleuchtung per Handy einschalten. In Saarbrücken findet man das Konzept gut, konkrete Pläne zur Umsetzung gibt es aber noch nicht.

Einen positiven Effekt habe das System für die Gemeinde auch. „Das Licht muss nicht unnötig brennen. Das spart Strom“, sagt Grote. Geeignet sei es aber nur für schwach frequentierte Strecken. In der Saarbrücker Bahnhofstraße beispielsweise würde die Beleuchtung dadurch nicht weniger brennen als sonst. In Saarbrücken hat man bereits von dem Konzept gehört. „Insgesamt gesehen ist das eine tolle Sache, die immens Kosten spart“, sagt Joachim Schiff, Werksleiter des Informations- und Kommunikationsinstituts (IKS) der Stadt Saarbrücken. Dass das System nur von jüngeren Leuten genutzt würde, glaubt er nicht. „Ich bin auch schon über 60 und ich würde es nutzen“, versichert er. Die Investition werde sich gewiss lohnen. Auch er betont, dass sich das Konzept nur für Saarbrücker Randgebiete, beispielsweise für Seitenstraßen eigne. „Am St. Johanner Markt könnten wir uns das nicht leisten“, erklärt er.

Konkrete Pläne, das Konzept in Saarbrücken einzuführen, gibt es laut Stadtpressesprecher Thomas Blug aber derzeit nicht. Das Projekt könne in einer Großstadt wie Saabrücken nur mit einem erheblichen Aufwand umgesetzt werden. „Zunächst müssten wir eine entsprechende Infrastruktur schaffen und dazu einen zweistelligen Millionenbetrag investieren“, erklärt er. An gefährlichen Kreuzungen oder an Fußgängerüberwegen müsse die Beleuchtung schon aus reinen Sicherheitsgründen immer eingeschaltet bleiben. „Zudem benötigen die von der Landeshauptstadt betriebenen Natrium-Dampf-Lampen rund zehn bis 15 Minuten, um hell zu leuchten und könnten damit für einen 15-minütigen Einsatz nicht genutzt werden“, führt Blug aus.

In Dörentrup ist man von dem Projekt überzeugt. „Die häufigste Schaltfrequenz haben wir nach 23 Uhr“, berichtet Erfinder Dieter Grote. Vor drei Jahren sei er auf die Idee gekommen. „Ich habe mir Sorgen gemacht, wenn meine Kinder abends im Dunkeln nach Hause gekommen sind“, erzählt er. Seit einem Jahr gebe es „dial4light“ in Dörentrup. Und bald soll es die Straßenbeleuchtung per Handy auch im Ausland geben: „Wir sind in Verhandlungen mit 27 Ländern“, erklärt Grote.

Das System funktioniert so: Mehrere Straßenlaternen sind an einen elektrischen Schaltschrank angeschlossen. In diesen ist ein Modem eingebaut. Ruft ein Nutzer bei der Hotline an und gibt den auf einer Laterne aufgedruckten Code ein, schaltet das Modem automatisch die Laternen an der Strecke ein. Ein Call-Center wird nicht benötigt. Die Nutzer müssen sich vorher einmalig im Internet registrieren. Besucher können es aber auch einmal ohne Registrierung nutzen. son

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