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Streikende schicken Pakete an Post-Chef zurück

„Return to Sender“ (Zurück an den Absender) – zu diesem Titel von Elvis Presley haben gestern 350 streikende Post-Mitarbeiter in der Saarbrücker Fußgängerzone gegen die Ausgründung von 49 neuen Gesellschaften für das Paketgeschäft demonstriert. Hinzu kamen, so die Gewerkschaft Verdi Region Saar-Trier, rund hundert streikende Mitarbeiter aus dem Saar-Einzelhandel.

Bei den unter dem Namen DHL Delivery agierenden Post-Töchtern arbeiten bereits rund 6000 Menschen für einen Durchschnittsstundenlohn von 13 Euro. Der Post-Haustarif liegt bei mehr als 17 Euro. In einer symbolischen Aktion haben die saarländischen Post-Mitarbeiter 49 Pakete aufgetürmt – für jede der Delivery-Gesellschaften eins. Mit dem Stempel „Return to Sender“ haben „wir deutlich gemacht, dass wir diese Sendungen nicht wollen und sie an Konzernchef Frank Appel zurücksenden“, sagte Thomas Müller , Geschäftsführer von Verdi Region Saar-Trier. Die Streiks würden auf dem jetzigen Niveau fortgesetzt, kündigte er an. Signale von der Post, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, gebe es bislang nicht.

Zugleich erhöht Verdi den Druck: Erneut zieht die Gewerkschaft gegen den Einsatz von Beamten auf bestreikten Arbeitsplätzen vor Gericht. Der Einsatz von Beamten, die sich ausdrücklich weigerten, sei ungesetzlich, sagte die stellvertretende Verdi-Chefin Andrea Kocsis. Deshalb habe Verdi erneut eine einstweilige Verfügung beantragt.

Der Warnstreik im Saar-Einzelhandel werde zunächst bis zum Samstag fortgesetzt, sagte Müller. In der Branche sieht er allerdings Chancen auf Bewegung. Schließlich habe es im Groß- und Außenhandel in Baden-Württemberg einen Abschluss gegeben. Dort steigen die Löhne von Juni an um 2,7 Prozent. Im April folgt ein weiteres Plus von 2,0 Prozent.
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