L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Streit um Gestaltung der Bahnhofstraße geht weiter

Die Saarbrücker Geschäftsleute wollen gegen die Gestaltungssatzung protestieren.

Die Saarbrücker Geschäftsleute wollen gegen die Gestaltungssatzung protestieren.

Saarbrücken. Die in die Kritik geratene Satzung für die Gestaltung der Saarbrücker Innenstadt soll in Zusammenarbeit mit den Händlern weiter überarbeitet werden. Erste Ergebnisse des Arbeitskreises „Gestaltung im öffentlichen Raum“ sind, dass seit August wieder bis zu drei Postkartenständer aufgestellt werden dürfen, wohingegen die erste Sitzung des Arbeitskreises vom Mai nur einen Postkartenständer pro Laden zuließ. In der Bahnhofstraße und Reichsstraße bleibt die Warenpräsentation aber untersagt. „An der Sondernutzungs-Satzung hat sich vieles wieder zu Gunsten der Händler geändert, viele haben es nur noch nicht mitbekommen“, sagte Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer. Auch aus diesem Grund hatte sie Dienstag Abend zu einer Diskussion ins Rathaus geladen, rund 70 Einzelhändler waren der Einladung gefolgt. Im Mittelpunkt stand zunächst die Präsentation der Leitlinien, die der Stadtrat am 17. März diesen Jahres beschlossen hatte. Ziel der Satzung ist nach Wandel-Hoefer die Aufwertung des öffentlichen Raumes durch mehr Flanierraum. Zudem solle ein aufkommendes Billig-Image der Bahnhofsstraße verhindert werden.
Sauber, aber leer
Allerdings kritisierten viele Einzelhändler, dass die Innenstadt seit der Umsetzung der Satzung zwar sauber, aber dafür auch leer, steril und geradezu „geisterhaft“ wirke. Einige Händler vom St. Johanner Markt äußerten Besorgnisse über Umsatzeinbußen und Leerstände und beklagten das Fernbleiben der Laufkundschaft und Spontankäufer. Andere denken, dass gemütliche Atmosphäre und Bummelcharakter auf der Bahnhofsstraße gelitten haben. Jedoch fand die neue „Aufgeräumtheit“ in der Fußgängerzone auch Befürworter: der Blick in die Schaufenster sei frei und es herrsche mehr Bewegungsfreiheit unter den Arkaden. „Wir verzeichnen keine Umsatzeinbußen und wir brauchen die Leitlinien um neue Marken anzuziehen“, sagte Michael Genth, stellvertretender Vorsitzender vom Verein für Handel und Gewerbe. Viele Händler hatten befürchtet, die „Sterilität“ und die neue Europa-Galerie würden die Kunden fernhalten und die Bahnhofsstraße auf diese Weise verkommen.
Die Baudezernentin lud die Händler ein, eine Anfrage an den monatlich stattfindenden Arbeitskreis zu stellen, um dort ihre Anliegen einzubringen. Zudem sollen in Einzelgesprächen mit der Verwaltung individuelle Lösungen gefunden werden, ohne Präzedenzfälle zu schaffen, so Wandel-Hoefer.
In den nächsten zehn Monaten geht die Zonierung der Bahnhofsstraße weiter: Die Lauffläche entlang der Kolonnaden bleibt frei, während der Mittelbereich gestaltet werden soll. Blumenkübel und Spielmöglichkeiten für Kinder sind geplant.




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