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Streit um Inhalt von Werbe-Anrufen bei Stromkunden: Firma wehrt sich gegen Stadtwerke-Warnungen

Unterschiedliche Behauptungen gibt es zurzeit zu Vorfällen, die namens der Sulzbacher Stadtwerke (SWS) deren Prokurist Robert Stegmann der SZ diese Woche zur Kenntnis gebracht hatte. Die in dem per E-Mail an die SZ-Redaktion übermittelten Schreiben enthaltenen Vorwürfe wurden am Mittwoch von dem betroffenen Unternehmen zurückgewiesen – und zwar von Caroliene Götz, Direktorin Marketing und PR von Burda Direkt Services GmbH in Offenburg.

Konkret geht es um darum, dass Stegmann „aus aktuellem Anlass“ die SWS-Kunden warnte „vor Anrufen aus einem Unternehmen der Burda Direkt GmbH“. Die in Offenburg ansässige Firma unterhalte im Internet ein Vergleichsportal unter der Bezeichnung Voltico. Mitarbeiter dieses Unternehmens riefen derzeit gezielt Verbraucher auf deren privaten Anschlüssen an, „um ihnen Werbung für Zeitschriften und Stromtarife zu unterbreiten“ (Stegmann). Dabei behaupteten die Anrufer, dass sie „mit den Stadtwerken zusammenarbeiten“. In der Mitteilung der SWS heißt es weiter: „Gleichzeitig berichten uns Kunden , dass ihnen Preisvorteile zugesichert wurden, die sich bei einem Wechsel des Anbieters faktisch nicht realisieren lassen. Das Unternehmen kennt die Tarife der angerufenen Kunden in der Regel nicht und lockt diese mit falschen Versprechungen. Wir weisen in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass unser Unternehmen nicht mit der Burda Direkt GmbH zusammenarbeitet und wir keine Kundenkontaktdaten an dieses Unternehmen herausgegeben haben“, so Stegmann weiter. Das Werbeverhalten der Firma verstoße gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb und das Bundesdatenschutzgesetz. Die Stadtwerke wollten „alle unsere Kunden im Versorgungsgebiet bitten, bei solchen Anrufen vorsichtig zu sein und uns über die Vorfälle zu informieren“, heißt es offiziell weiter. Verbraucherschutz sei ein hohes Gut, das „wir als Stadtwerke sehr ernst nehmen“ (Stegmann). In ihrer Stellungnahme schreibt Caroliene Götz dazu: „Zeitschriften werden in den Anrufen nicht beworben“.

Götz räumte allerdings am Mittwoch ein: „Es werden unterschiedliche Tarife und deren Preise vorgestellt.“ Allerdings kenne das Unternehmen ( Burda Direkt GmbH) „die Tarife der angerufenen Kunden in der Regel nicht“. Es werde auch nicht „mit falschen Versprechungen'“ operiert seitens der Anrufer, wir Götz der SZ weiter mitteilte. „Auf eine Zusammenarbeit mit den Sulzbacher Stadtwerken wird bei den Anrufen nicht hingewiesen“, hieß es aus Offenburg weiter.
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