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Streit um Namen „Volksbank Saar“

Saarbrücken. Per einstweiliger Verfügung hat die Kammer für Handelssachen am Landgericht Saarbrücken der bisherigen Volksbank Dudweiler untersagt, ihre Geschäfte als „Volksbank Saar eG“ zu betreiben. Mit dem Beschluss, der unserer Zeitung vorliegt, werden für jeden Fall des Verstoßes gegen die Anordnung ein Ordnungsgeld von bis zu 250 000 Euro oder bis zu sechs Monate Haft für ein Vorstandsmitglied angedroht.

Die zwölf übrigen saarländischen Genossenschaftsbanken haben in dem Namensstreit gemeinsam die Justiz gegen die bisherige Volksbank Dudweiler bemüht. Ihr Argument: Die geographische Bezeichnung „Saar“ gebe der Bank vom Namen her eine Sonderstellung, die dem Unternehmen nicht zustehe. Zudem führten mehrere Banken bereits den Begriff „Saar“ mit im Namen, wie die Bank 1 Saar, die Volksbanken Saar-West, Saarpfalz oder Untere Saar. Der Beschluss des Gerichtes erging wegen „besonderer Dringlichkeit“ ohne vorherige mündliche Verhandlung.

Ein Gerichtsvollzieher stellte nach Informationen ser Saarbrücker Zeitung die einstweilige Verfügung am letzten Freitagabend nach Geschäftsschluss in Dudweiler zu. Matthias Beers, Vorstandschef der Volksbank in Dudweiler, bestätigte gestern, dass eine außerordentliche Vertreterversammlung am Dienstag, 17. März, mit „überwältigender Mehrheit“ beschlossen hat, künftig als „Volksbank Saar“ zu firmieren. Die Eintragung beim Registergericht sei bereits erfolgt. Die Bank (Bilanzsumme: 773 Millionen Euro) sei die größte Genossenschaftsbank an der Saar, die die Bezeichnung „Volksbank“ im Namen führe. Das Einzugsgebiet (26 Geschäftsstellen, sieben SB-Stellen) reiche von der oberen Saar über Sulzbach, Friedrichsthal und Heusweiler bis Völklingen.

Damit sei die Bank im Saarland breit aufgestellt. Beers kündigte Widerspruch gegen die einstweilige Verfügung an. Dann wird es in absehbarer Zeit beim Landgericht zu einer Verhandlung im Namensstreit kommen. 
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