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Stress um Neunkircher Schneekanone

Neunkirchen. Nur ein Bruchteil der Energie, die für die Eislaufbahn beim Neunkircher Weihnachtsmarkt gebraucht wurde, muss nach Angaben der Stadt aufgewendet werden für die Produktion von Kunstschnee bei der „Neunkircher Winterwelt“. Das Rathaus macht folgende Rechnung auf: Für den Fall, dass die Schneemaschine („Snow-Box“) rund um die Uhr in Betrieb ist, kann sie 28 Tonnen Schnee am Tag produzieren. Dafür würden 66,46 Kilowattstunden Strom benötigt.

Die Stromkosten lägen bei 15 Euro pro Stunde. Im Vergleich dazu hat die Eislaufbahn während ihres letztmaligen Betriebes vom 5. Dezember 2009 bis 3. Januar 2010 genau 35 880 Kilowattstunden „gefressen“. Wenn im Idealfall noch Echtschnee hinzukomme (mit der Schneemenge von Anfang Februar 2009 beispielsweise bräuchte man keinen künstlichen Schnee), werde der Energieverbrauch entsprechend geringer, so die Stadt weiter.

Sorge das Wetter Anfang Februar jedoch nicht für die gewünschte Schneemenge, müssten nur die Rodelbahn und das Soccer-Feld flächendeckend beschneit werden.

Durch diese räumliche Konzentration der Schneemenge werde es im Idealfall nach der ersten Beschneiung nicht mehr nötig sein, weiterhin ständig Schnee zu produzieren. Ein Vorteil der Schneemaschine sei auch, dass keine Chemie zur Schneegewinnung benutzt werde. Es werde nur Strom und Wasser benötigt.

Damit reagiert die Stadt „verwundert und verärgert“ auf einen Vorstoß der Grünen, die die Winterwelt als „Klimakiller“ bezeichnet hatten (SZ vom 25.  Januar). Desweiteren widerspricht die Stadt der Grünen-Behauptung, es finde „verdecktes Sponsoring“ auf städtische Kosten statt, weil die Stadt abgesehen von ihrem Eigenanteil von 15 000 Euro über die Sponsoren KEW und Sparkasse indirekt beteiligt sei.


Der Gesamtbetrag des Sponsoring dieser beiden Gesellschaften für Veranstaltungen und Aktionen liege 2011 auch mit den Kosten für die „Winterwelt“ im gleichen Rahmen wie in vergangenen Jahren. Ferner arbeite die für den Internet- Auftritt verantwortliche Firma „one4vision“ im Auftrag der teilnehmenden Agentur „niedermeierplus“, so dass keinerlei zusätzliche Kosten entstünden. Die Stadt setze darauf, dass die Bürger mit dem Besuch der „Winterwelt“ die passende Antwort auf die von völliger Unkenntnis geprägte Kritik der Grünen geben, heißt es abschließend.

Für weitere Ärger sorgt die ab Donnerstag andauernde Teilsperrung des Parkplatzes am Unteren Markt hinter der Christuskirche. Die Sperrung dauert voraussichtlich bis 7. Februar. Auf dem abgesperrten Bereich ist die Schneeproduktion für die „Winterwelt“ vorgesehen.
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