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Strom-Defekt: Brand in Oberkircher Grundschule

In der Grundschule Oberkirchen hat es gebrannt. Schuld war vermutlich ein technischer Defekt.

In der Grundschule Oberkirchen hat es gebrannt. Schuld war vermutlich ein technischer Defekt.

Oberkirchen. Wegen eines Feuers im Heizungskeller der Oberkircher Grundschule waren rund 40.Helfer der Freisener und Oberkircher Feuerwehr zweieinhalb Stunden im Einsatz. Wie deren Pressesprecher Florian Schneider berichtet, hatte eine Putzfrau Alarm geschlagen. Die 29-jährige Freisenerin war während der Ferien mit der Grundreinigung beschäftigt, als es am Montag plötzlich nach Rauch stank. Kurz darauf sah sie auch schon dichten Qualm aus dem Keller die Treppe herauf in den Flur des Erdgeschosses ziehen.

Als wenig später erste Feuerwehrleute eintrafen, entdeckten sie Flammen im Heizungsraum. Prekär: Die Helfer konnten laut Feuerwehrsprecher nicht einfach drauf los mit Wasser löschen. Denn in dem Keller liefen die Stromleitungen für die Photovoltaikanlage auf dem Dach zusammen. Die war erst kurz zuvor installiert worden. So musste der Freisener Feuerwehrmann und Elektriker Klaus Marx dafür sorgen, dass die Stromzufuhr gekappt wurde. Erst dann konnten seine Kollegen loslegen, den Brand zu löschen. Die Flammen breiteten sich nicht weiter aus.

Wie Marx sagt, müsse sich die Feuerwehr bei Einsätzen zunehmend auf Schwierigkeiten mit Photovoltaikanlagen einstellen. „Die Industrie hat bisher noch kein einheitliches System entwickelt, die Anlagen im Notfall zu sperren.“ Grund: hohe Entwicklungskosten und keine gesetzliche Verpflichtung dazu. Zwar würden Feuerwehrleute geschult, mit dem teils unter erheblicher Spannung stehenden Stromerzeugern im Notfall sachgemäß umzugehen. Ein entsprechender Termin stehe demnächst in Freisen an. Dennoch setze Marx auf die Weiterentwicklung bei Sicherheitsschaltern.

Unterdessen geht Andreas Riemenschneider, stellvertretender Polizeichef in Türkismühle, davon aus, dass ein Defekt an der Photovoltaikanlage Auslöser für das Feuer war. Die Schadenshöhe sei noch unklar.

Freisens Bauamtsleiter Albertus Klees ist da vorsichtiger, will erst die Ergebnisse der Gutachter abwarten. Auf alle Fälle sollen heute Experten des Wiesbadener Instituts für Schadensforschung im Auftrag der Versicherung die Schule nach giftigen Stoffen untersuchen. Klees ist jedoch zuversichtlich: „Der Rauch zog in die Flure. Die Klassensäle waren aber verschlossen.“ Deshalb seien diese wohl kaum betroffen. Der Amtschef geht deshalb davon aus, dass das neue Schuljahr nach den Sommerferien am Montag, 8..August, wie vorgesehen beginnen kann.

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