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Stromausfall sorgte für Unruhe zur Mittagszeit

Nachdem der Strom ausgefallen war, verließen zahlreiche Kunden das Saarpark-Center. Foto: Willi Hiegel</p>

Nachdem der Strom ausgefallen war, verließen zahlreiche Kunden das Saarpark-Center. Foto: Willi Hiegel

Ein Stromausfall sorgte gestern gegen 13.30 Uhr für kurzzeitige Ratlosigkeit unter Geschäftsleuten, Bürgerinnen und Bürgern. Betroffen waren Teile der Neunkircher Innenstadt, aber auch zahlreiche Gemeinden im Umland.

Im Saarpark-Center sind aufgrund des Stromausfalls die Brandschutztüren zugefahren. Center-Managerin Nicole Keller war daraufhin unterwegs, um mögliche Gerüchte gleich aus dem Weg zu räumen. „Das Wort Bombe ist schon mehrmals gefallen“, sagt sie. Allerdings war dieses Schreckensszenario gleich zu Anfang auszuschließen. „Ich habe aus dem Fenster gesehen und gemerkt, dass die Lichter bei Kaufhof ebenfalls aus sind“, so Keller.

Die schweren Brandschutztüren im Saarpark-Center mussten von der Haustechnik von Hand wieder geöffnet werden, ebenso wie die Schranken des Parkhauses. „Ich bin nur kurz erschrocken, da das Licht ausgefallen ist“, erklärt Jennifer Berwanger, Mitarbeiterin bei Mister and Lady im Center. Geschäftsführerin Tanja Weidinger ergänzt: „Am Anfang war es etwas komisch. Doch das Management hat schnell mit einer Durchsage reagiert und auch die Brandschutztüren waren gleich wieder auf. Das ist dann eigentlich ein sicheres Zeichen dafür, dass nichts Dramatisches passiert ist.“ Ähnlich sieht es Martina Brill von Smarteyes: „Die Leute blieben alle relaxt.“ Allerdings mussten die Geschäftsleute zeitweilig auf Umsätze verzichten. Die Kassen blieben aus, in den Geschäften lief nur Notbeleuchtung. Wer konnte, sperrte seinen Laden kurzzeitig zu, doch wer elektronische Verschlusstüren hatte, musste Wache stehen, da die Sicherheitsanlagen nicht funktionierten und sich Kunden beim Weg durch die dunklen Geschäfte hätten verletzen können. „Wir können keine Mittagspause machen. Es geht ja noch nicht einmal die Mikrowelle“, fasste Weidinger zusammen. Und so blieben Arbeit und Umsatz zeitweise auf der Strecke.

Den Grund für den Stromausfall kennt Thomas Jakob, technischer Leiter der Kommunalen Energie- und Wasserversorgungs-AG (KEW): „Wir hatten einen 35-Kilovolt-Fehler. Dadurch sind die Umspannwerke in der Saarbrücker Straße und der Rödelsgasse ausgefallen.“ Durch die Spannungsspitze seien die Leistungsschalter kaputt gegangen, der Strom musste dadurch zunächst auf eine andere Leitung umgeschaltet werden. „So etwas dauert in der Regel 15 bis 20 Minuten“, sagt Jakob. Woher der Fehler kam, werde zurzeit noch untersucht.

Das Umspannwerk in der Rödelsgasse versorgt Teile der Innenstadt, allerdings auch die Müllverbrennungsanlage. Am Umspannwerk in der Saarbrücker Straße hängen Schiffweiler, Landsweiler, Heiligenwald und Stennweiler, erklärt der KEW-Fachmann.

Im Center dauerte der Stromausfall dann doch etwas länger. Hier versorgen verschiedene Stromkreise die Geschäfte. Zur Unterstützung entsandte die KEW Mitarbeiter.

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