L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Stromversorger im Saarland halten die Preise 2017 weitgehend konstant

Die Stromkunden im Saarland können sich für das kommende Jahr zum größten Teil auf gleichbleibende Preise einstellen. Das hat eine Umfrage bei saarländischen Stadt- und Gemeindewerken ergeben. Demnach gehen die meisten Stromversorger davon aus, dass sie die gestiegene EEG-Umlage ebenso wie die höheren Netzentgelte durch günstigere Einkaufskonditionen ausgleichen können. Die EEG-Umlage steigt 2017 von 6,35 auf 6,88 Cent, die Netzentgelte im Hochspannungsnetz des Versorgers Amprion werden im kommenden Jahr um zehn bis zwölf Prozent steigen.

Verbraucher in Völklingen und St. Wendel können 2017 sogar mit sinkenden Strompreisen rechnen. In beiden Versorgungsgebieten wollen die Stadtwerke ihre Tarife absenken. Christian Hauschild, Leiter Vertrieb der Stadtwerke Völklingen, begründet den Schritt mit der Tatsache, dass das Unternehmen einerseits günstig einkaufen konnte, andererseits auch intern restrukturiert wurde. Um die Kunden zu binden, müssten die Stadtwerke trotz der aktuellen Sanierung in diesem Bereich auf Margen verzichten. Auch in St. Wendel können Stromkunden ab März 0,9 Cent pro Kilowattstunde sparen.

Auf leicht steigende Preise müssen sich dagegen die Kunden in St. Ingbert und Kirkel einstellen. Beide haben einen leichten Preisanstieg angekündigt. Wie hoch dieser genau sein werde, stehe in Kirkel zwar noch nicht fest, sagt Michael Schneider von den Gemeindewerken. Allerdings gehe er davon aus, dass die Erhöhung weniger als 2,5 Prozent betragen werde.

Die Stadtwerke Bexbach werden zum Jahresbeginn zwar den Arbeitspreis leicht um rund 0,1 Cent senken, dafür steigt aber der Jahresgrundpreis um zehn Euro an. Für eine Familie mit einem Durchschnittsverbrauch von 4000 kWh bleibt am Ende trotz der Preissenkung ein um wenige Euro höherer Endpreis.

Der Trend geht bei den meisten Anbietern zu langfristigen Verträgen mit Preiszusagen. Die Kunden bekommen damit Planungssicherheit, die Versorger wiederum müssen keine Kündigungen fürchten.

Dass es zwischen den Anbietern im Saarland zu teilweise deutlichen Preisunterschieden kommt, liegt einerseits an den Konditionen, zu denen die Unternehmen ihren Strom eingekauft haben, andererseits aber auch an den jeweils unterschiedlichen Netzkosten in den Kommunen. Denn wegen teils deutlich verschiedener Erhaltungs- und Investitionskosten kann es hier zu größeren Abweichungen kommen. Nahezu ein Drittel des Stromverbrauchs in Deutschland (rund 32 Prozent) wird in diesem Jahr aus erneuerbaren Energien gedeckt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Schätzung, die das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) gestern veröffentlichten.

Demnach dürften bis Jahresende 191,4 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen erzeugt werden. Das wäre ein Anstieg um vier Milliarden Kilowattstunden oder etwa zwei Prozent. Der Anteil der erneuerbaren an allen Energieformen lag 2015 bei 31,5 Prozent. Der Zuwachs ergab sich vor allem durch Windkraftanlagen vor den Küsten. Deren Erzeugung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 57 Prozent auf etwa 13 Milliarden Kilowattstunden .

Deutlich mehr Strom (plus 27 Prozent) wurde nach Angaben des BDEW auch in Gaskraftwerken produziert. Der Anteil am Energiemix stieg von zehn auf zwölf Prozent. Der Kohlenanteil liegt 2016 bei 42 Prozent nach 40 Prozent im Jahr zuvor. Der Anteil der Kernenergie an der Stromerzeugung ist von 14 Prozent im Jahr 2015 auf 13 Prozent gesunken.

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