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Stromversorgung für 40 Jahre gesichert

Sechs Millionen Euro hat das neue Umspannwerk der Stadtwerke St. Wendel gekostet. Es sichert die Stromversorgung der Firma Fresenius auf Dauer. Neben den Stadtwerken beteiligten sich die VSE und Fresenius an der Investition.

St. Wendel. Eine Investition in und für die Zukunft sei die neue Umspannanlage der Stadtwerke St. Wendel (SSW) im Gewerbegebiet West, erklärte Bürgermeister Klaus Bouillon bei der offiziellen Inbetriebnahme am Donnerstag. Rund sechs Millionen Euro kostete die Anlage, die Strom von 110kV (110 000 Volt) Spannung in Strom von 10 kV (Kilovolt) Spannung umwandelt. Notwendig wurde diese Anlage, weil das Pharmaunternehmen Fresenius Medical Care seine Produktions- und Lagerkapazitäten im Gewerbegebiet West erweitert und dadurch mehr Strom braucht. "Fresenius braucht dann soviel Strom, wie der Rest der Stadt zusammen", machte Bouillon die Größenordnung des Strombedarfs anschaulich. Ohne lange Bedenkzeit habe der Aufsichtsrat der Stadtwerke, nachdem das Pharmaunternehmen den höheren Strombedarf angemeldet hatte, die notwendigen Investitionen genehmigt. Mit der wirtschaftlichen Bedeutung Fresenius' für die Stadt und die Region begründete der Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke den Entschluss.

Bei der Erörterung des zukünftigen Strombedarfs der Firma Fresenius sei 2007 schnell klar geworden, dass die bisherige 35 kV-Anlage der Stadtwerke nicht ausreichen wird, erläuterte Dietmar Bauer, SSW-Geschäftsführer, den Werdegang des Projektes. Mit der Entscheidung für die 110 kV-Anlage habe ein Wettlauf mit der Zeit begonnen. 24 Monate für Planungs- und Bauzeit seien verblieben, "eine sportliche Herausforderung". Die technische Ausstattung einer solchen Anlage könne man nicht von der Stange kaufen, erläuterte Bauer ein Problem.  So müssten etwa die Transformatoren genau an das Gesamtsystem angepasst werden. Bei normalen Lieferzeiten von 18 bis 20 Monaten hätte das den Zeitrahmen gesprengt. Den Zuschlag für die beiden Trafos mit einer Leistung von je 40 000 Kilowatt erhielt eine Regensburger Firma, zu 700 000 Euro das Stück.

Mit modernster Technik sind auch die neuen Schaltanlagen der Stationsleittechnik ausgestattet. In 1000stel Sekunden werden Befehle umgesetzt, Fehler registriert und Gegenmaßnahmen eingeleitet. Die Anlage, da ist sich Bauer sicher, werde ohne Mühe den gestiegenen Energieverbrauch stemmen und für die nächsten 40 Jahren eine sichere Stromversorgung gewährleisten.

Fresenius wurde direkt über eine 500 Meter lange unterirdische Kabeltrasse an das Umspannwerk angeschlossen und kann eine Leistung von bis zu 23 000 Kilowatt aus dem Stromnetz entnehmen.

Auch das übrige Stromnetz der Stadtwerke ist an die neue Umspannanlage angebunden. So werden Teile der Stadt und die Stadtteile Bliesen, Winterbach, Oberlinxweiler und Remmesweiler von der Schengener Straße aus versorgt.

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