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Studenten-Ideen für die Kulturlandschaft Warndt

Nachrichten aus dem Raum Völklingen

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Großrosseln/ Ludweiler. Angehende Raum- und Umweltplaner, die derzeit an der Technischen Universität Kaiserslautern studieren, haben in der vorigen Woche den Warndt erkundet und Ideen entwickelt für die Umgestaltung einiger Standorte. Der Regionalverband war mit im Boot: Sven Uhrhan und Uwe Kleffner von der Regionalentwicklung haben das Studienprojekt betreut. Die beiden hatten eine Reihe von Orten vorgegeben; daraus, so berichtete Kleffner gestern auf SZ-Nachfrage, haben die Nachwuchsplaner eine Auswahl getroffen und sich vier Tage lang dort umgeschaut. Am Schluss stand eine Präsentation, die von den Betreuern viel Lob erhielt.

Beim ehemaligen Bahnhof Großrosseln, sagen Uhrhan und Kleffner, zeige die Studenten- Skizze, dass man gar nicht immer viel Geld in die Hand nehmen müsse, um große Verbesserungen zu erreichen. Die Nachwuchsplaner schlagen vor, ein Nebengebäude abzureißen, Grünflächen anzulegen und neue Bäume zu pflanzen. Gemeinde-Grün für Straße? Angesichts der realen Eigentumsverhältnisse – Bahnhof, Nebengebäude und Umfeld haben unterschiedliche Besitzer – sei das sicher nicht einfach zu verwirklichen, räumt Kleffner ein. Doch die Grün-Idee für den Straßenraum, die das Bild enorm zum Positiven wandle, könne die Gemeinde problemlos in die Tat umsetzen,  „wenn sie sowieso mal drangeht“, sagt Kleffner.

Für das Areal am alten Schacht St. Charles zwischen Großrosseln und Dorf im Warndt haben die Studenten eine Nutzung für erneuerbare Energien skizziert. Neben einer Freiflächen-Photovoltaikanlage, so meinen sie, könnte eine Demonstrationsanlage für „Windcarrier“ entstehen; solche kleinen, nur 15 Meter hohen Windanlagen, deren Rotorblätter sich unabhängig von der Windrichtung und bereits bei geringer Windgeschwindigkeit drehen, gibt es im Saarland bisher nicht. Der Entwurf für das Gelände sieht zudem einen Mountainbikepark und eine Aussichtsplattform vor. Konflikt zu den bisherigen Nutzungs- Ideen, in deren Mittelpunkt Natur- und Vogelschutz stehen? Das müsse man sich im Detail anschauen, sagt Kleffner; die Studenten hätten die Windanlage ein gutes Stück vom Schlammweiher-Biotop entfernt geplant. Es gehe ohnehin nicht darum, die Studenten- Vorschläge „eins zu eins“ zu verwirklichen. Wichtig seien die Ideen; „ein unverbauter Blick von außerhalb“ (Uhrhan) liefere oft wichtige Hinweise für die Standortentwicklung.

Leader-Programm soll helfen So sieht es auch Regionalverbandsdirektor Peter Gillo (SPD). Die Skizze für das St. Charles-Areal, sagt er, berge Zukunftschancen – mit dem Ausbau erneuerbarer Energie, mit einer relativ neuen (Wind-) Technologie und mit Besucher- Attraktionen könne man die Region touristisch aufwerten und „den ehemaligen Schacht St. Charles als Bergbaudenkmal ins rechte Licht rücken“. Gillo denkt auch gleich über die Verwirklichung der Projekte nach: Dabei, sagt er, könne das Leader- Programm der Europäischen Union helfen.

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