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Studie: Das Saarland hat die meiste Dynamik

Das Saarland hat sich in diesem Jahrzehnt dynamischer entwickelt als alle westdeutschen Bundesländer. Das geht aus einer Studie hervor. Zahlreiche neue Arbeitsplätze seien entstanden.

Saarbrücken. Das Saarland hat sich nach schwachen 1990er Jahren in diesem Jahrzehnt unter allen westdeutschen Bundesländern am dynamischsten entwickelt. Das geht aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Sie war von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Saarland, von der Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU) und der Handwerkskammer (HWK) Saarland in Auftrag gegeben worden. Anlass ist das 50-jährige Jubiläum der wirtschaftlichen Rückgliederung des Landes in die Bundesrepublik am 6. Juli 1959 ("Tag X").

Aufgeholt habe das Land seit dem Jahr 2000 vor allem, weil es gelungen sei, zahlreiche Arbeitsplätze zu schaffen. Auch die Integration von Frauen und älteren Arbeitnehmern habe man besser gestemmt als andere. Die Zahl der Arbeitslosen und derer, die auf öffentliche Hilfe angewiesen sei, habe sich verringert. Zwischen 1998 und 2008 seien rund 28 000 Arbeitsplätze zusätzlich geschaffen worden.

Gründe dafür seien, dass sich vor allem "die strukturprägenden Branchen" wie die Stahlindustrie, der Fahrzeugbau und der Maschinenbau gut entwickelt hätten. Aber auch die Versicherungswirtschaft, die Unternehmen rund um die Informationstechnologie (IT), die Dienstleister und das Handwerk hätten einen Sprung nach vorne gemacht. Auch beim Export habe das Land zugelegt. Die Exportquote sei seit 1998 um über zehn Prozentpunkte auf knapp 48 Prozent gestiegen. Sie liege damit deutlich über dem bundesdeutschen Niveau.  Der Aufschwung der vergangenen Jahre "hat breite Bevölkerungskreise erreicht und die gute soziale Lage noch weiter stabilisiert", heißt es in der Studie.

Beim Geldverdienen haben sich die Saarländer an die übrigen westdeutschen Regionen herangearbeitet. Das verfügbare Einkommen je Einwohner "hat sich seit dem Jahr 2000 kontinuierlich erhöht und dem Bundesdurchschnitt um über zwei Prozentpunkte angenähert". (Fach-)Arbeiter profitierten von günstigeren Strukturen (geringere Lebenshaltungskosten) und könnten im Vergleich zu Westdeutschland überdurchschnittlich viel verdienen. Auch die Versorgung mit Lehrstellen sei gut. Auf 100 Bewerber "kamen im vergangenen Jahr im Saarland 103 Ausbildungsplätze". Die Autoren sehen das Land für die Zeit nach der Krise gerüstet. "Die saarländische Wirtschaft hat ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt, und so ist auch weiterhin von einer starken Wirtschaftsentwicklung auszugehen". Nachteile seien die hohen Defizite der öffentlichen Haushalte und eine relativ alte Bevölkerung. Eine Kurzform der Studie findet man im Internet unter www.vsu.de. low



Saarbrücken. Die Saar-Wirtschaft hat sich seit der Rückgliederung des Landes in dem Wirtschaftsraum der Bundesrepublik am 6. Juli 1959 ("Tag X") "insgesamt sehr zufriedenstellend entwickelt". Diese Auffassung vertritt der Vorsitzende des CDU-Wirtschaftsrats Saar, Wendelin von Boch. Der Umbau der Montanwirtschaft sei gelungen. Nach Ansicht des Vorsitzenden des Arbeitskreises Wirtschaft (AKW), Hanspeter Georgi, "ist das Saarland nicht mehr strukturschwach, es ist nur noch haushaltsschwach". Vor allem die Hochschul-Landschaft bringe einen nachhaltigen Kompetenz-Zuwachs. red

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