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Studie: Saar-Gymnasiasten lernen zu viel

Saarbrücken. Die saarländische Kultusministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (46, CDU) will die Lehrpläne für das achtjährige Gymnasium (G8) im Saarland deshalb offenbar verschlanken. Damit geht sie der Empfehlung der Studie nach, die sie selbst in Auftrag gegeben hatte.

Der Leiter der Studie Professor Olaf Köller, Direktor des Berliner Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen, hatte empfohlen, den Lehrstoff in einzelnen Fächern weiter zu verringern. Die bisherige Kürzung des Lehrstoffs reichte nicht aus – insbesondere nicht in den naturwissenschaftlichen Fächern. Zudem sollten gerade in diesen Fächern anspruchsvollere Inhalte stärker in spätere Jahrgänge verlagert werden. Darüber hinaus sei die Umsetzung der Lehrpläne an den Schulen noch verbesserungsfähig, heißt es in Köllers Gutachten.

Offenbar ist dies eine Anspielung darauf, dass die Lehrer nach Ansicht Köllers bisher noch an den umfassenderen alten Lehrplänen festhielten, obwohl in den neuen Plänen der Stoff bereits verringert worden war. In der Studie heißt es dazu, immerhin die Hälfte der Lehrkräfte hätten sich bei der Einführung der neuen Lehrpläne „kooperativ“ gezeigt – was im Umkehrschluss bedeutet, dass sich die andere Hälfte der Pädagogen nicht an die neuen Lehrpläne gehalten hat. Kramp-Karrenbauer kündigte gestern die Einführung eines Lehrplanbeirats an, an dem neben Schulleitern und Bildungsexperten auch Elternvertreter beteiligt sein sollten.

SPD, Linke und die Landeselternvertretung (LEV) Gymnasien sehen sich derweil durch das neue Gutachten in ihrer bisherigen Kritik an der Art und Weise bestätigt, wie das G8 im Saarland umgesetzt wurde. szn/dög   
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