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Studie: Sind Saarländer zu ungebildet?

Saarbrücken. Die gute Nachricht zuerst: „Bei der Zahl der Beschäftigten pro Tausend Einwohner im erwerbsfähigen Alter liegt das Saarland deutlich über dem Bundesschnitt“, sagt Holger Schäfer vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW). „Aber gerade im Bereich der wissensintensiven Dienstleistungen, bei Managern, Technikern, Ingenieuren oder Naturwissenschaftlern hinkt das Saarland deutlich hinterher.“ Das aber sei der Bereich, in dem die größten Zuwächse zu erwarten seien.

Schäfer hat mit Wolfgang Cornetz, Rektor der Hochschule für Wirtschaft und Technik (HTW), Peter Kalmbach von der Universität Bremen und Stefan Hell vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung die „Chancen und Risiken des demografischen und strukturellen Wandels im Saarland“ erforscht und die Erkenntnisse in der gleichnamigen Studie aufgeschrieben.

Saarland ist zu sehr Werkbank Deutschlands

Das Ergebnis verwundert nicht zu sehr. Das Saarland ist – angesichts zu weniger Firmenzentralen mit forschungsintensiven Bereichen – zu sehr Werkbank Deutschlands. Gerade mal rund zwölf Prozent der Betriebe mit mehr als 200 Beschäftigten haben im Saarland einen Forschungs-Mitarbeiter. Im Bundesschnitt sind es 22. Angesichts des beginnenden demografischen Wandels wird es daher schwierig, in Zukunft noch hoch qualifizierte Arbeitskräfte für die Arbeit im Saarland zu begeistern.

Angesichts der Ergebnisse der Studie fordert Cornetz dringend eine Bildungsinitiative innerhalb des Saarlandes. „Das Humankapital ist entscheidend für das wirtschaftliche Wachstum“, sagt er. Deshalb müsse die Landesregierung dringend einen hochschulübergreifenden Entwicklungsplan aufstellen. Denn vor allem die Ausgründungen und Partnerschaften im Rahmen der Hochschulwelt seien es letztlich, die über den entsprechenden Technologietransfer das zukünftige Wachstum des Saarlandes befeuerten. „Investitionen in Hochschulen rechnen sich“, sagt der HTW-Rektor mit Blick auf die aktuelle Spardebatte. jwo

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