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Studie: So schneidet das Saarland im Wohlfühl-Vergleich ab

Ein Blick auf die Landeshauptstadt Saarbrücken am Dienstag (18.02.2014) von der Nußbergtreppe aus aufgenommen.

Ein Blick auf die Landeshauptstadt Saarbrücken am Dienstag (18.02.2014) von der Nußbergtreppe aus aufgenommen.

Was haben Saarländer und Sizilianer gemeinsam? Relativ wenig! Zumindest wenn es um Sicherheit geht. Denn so wohlbehütet wie sich die Menschen in einer der Mafia-Hochburgen Italiens fühlen können, davon träumen die Menschen an der Saar doch nur. Die Mordrate ist hierzulande höher als auf der südeuropäischen Insel. Zu erwähnen, dass die Lebenserwartung auf Sizilien höher ist (81,4 Jahre) als bei uns (79,9 Jahre), ist wohl reine Formsache. Dafür können die Saarländer beim Einkommen mithalten – mit den Schönen und Reichen an der Côte d’Azur.
Es ist schon ein durchaus kurioses Bild, das die neue Studie „Regionales Wohlbefinden“ der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) von unserer Region zeichnet. Sie hat dafür Datenmaterial (meist aus dem Jahr 2012) aus allen 362 Regionen der 34 Mitgliedstaaten zusammengetragen. Jeweils in acht Kategorien: Bildung, Arbeit, Einkommen, Sicherheit, Gesundheit, Umwelt, Bürgerbeteiligung und Breitbandinternet. Der OECD geht es darum, die Menschen für ihre Lebenswirklichkeit zu sensibilisieren. Und die sieht im Saarland nicht schlecht aus – trotz der verstörend klingenden Mordrate. Die Schnittmenge aus allen Kategorien weist das Saarland als das Wien Deutschlands aus, erklärt die Organisation. Ein Vergleich mit der florierenden Hauptstadt Österreichs sollte das saarländische Herz durchaus erwärmen. Starke Parallelen gebe es auch zum Nordwesten Englands, zu Flandern und West-Holland. Aber wie steht das Bundesland in einzelnen Kategorien im Vergleich zu hunderten OECD-Regionen da?

Einkommen: Ein Saar-Haushalt hat im Schnitt jährlich 13876 Euro netto zur Verfügung. Damit landet das Land bundesweit zwar nur auf dem zehnten Platz. Top ist Bayern mit 16379 Euro. Dafür haben die Saarländer mehr Geld in Tasche als die Menschen in Venedig (13758 Euro) und an der Côte d’Azur (13800 Euro). Schlusslicht sind die Chilenen in Araucanía (2739 Euro). Spitzenreiter ist mit umgerechnet 39536 Euro der District of Columbia in den USA.

Sicherheit: Im Saarland kommen laut OECD 1,4 Morde auf 100000 Einwohner. Wer es sicherer mag, braucht nur wenige Kilometer weit weg zu ziehen – nach Rheinland-Pfalz, das unter anderem mit Bayern und Baden-Württemberg die niedrigste Mordrate (0,6) vorweisen kann. In Tasmanien (Australien) und Schottland gibt es ebenfalls 1,4 Morde auf 100 000 Einwohner. In Sizilien 1,2. Grund für schlaflose Nächte haben freilich andere. Die gefährlichste Region der OECD-Welt mit 108,2 Morden ist die Heimat mexikanischer Drogenbosse – Chihuahua.

Arbeit: Im Saarland herrschen eine Beschäftigungsrate von 69,5 Prozent und eine Arbeitslosenquote von 6,2 Prozent. Das bedeutet zwar nur Rang elf in Deutschland. Aber im Vergleich zu den übrigen OECD-Regionen landet das Bundesland im oberen Drittel. Ähnliche Beschäftigungsverhältnisse gibt es in Chungcheong ( Korea : 68,7 Prozent), Lodz (Polen: 68,5) und West-Finnland (69,2). Die wenigsten Arbeitslosen leben in Korea und in der Schweiz (Quote: jeweils 3,2 Prozent). Die meisten Arbeitslosen gibt es in Spanien (24,3) und Griechenland (23,0). Spitzenreiter ist die Region Ceuta (Spanien) mit 34,5 Prozent.

Umwelt: Unser Bundesland heimst hier nur 4,2 Punkte auf der Skala von 0 bis 10 ein. Ein schwacher Trost: Der Bundesdurchschnitt ist 4,1. Gemessen wurde allerdings nur die Luftverschmutzung. Die genauen Werte veröffentlicht die OECD erst in einigen Monaten. Eine Punktzahl wie das Saarland haben Luxemburg (4,1), Franche-Comté (Frankreich: 4,1) und Okinawa (Japan: 4,2). Vorbildlich sind wie zu erwarten die Länder Skandinaviens – auch in den Städten: Oslo (8,5) und Stockholm (8,2) landen in der Spitzengruppe der umweltbewussten Städte. Davon kann Ankara (Türkei) mit mauen 0,9 Punkten nur träumen.


 
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