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Studie: Wie gesund sind die Saarländer?

Saarbrücken. Unn? Gudd! Mit dieser saarländischen Form des „Wie geht es? Danke der Nachfrage. Gut!“ ist es nicht immer getan, um dem allgemeinen Wohlbefinden auf die Spur zu kommen. Wer dieser Tage eine Einladung des saarländischen Gesundheitsministeriums erhält, der kann sich kostenlos auf Herz und Nieren untersuchen lassen, noch zahlreiche Fragen zu seinem Lebenswandel beantworten und bekommt die Untersuchungsergebnisse natürlich auch mitgeteilt. 10 000 Saarländer sollen in den kommenden fünf Jahren auf diese Weise bei der „Nationalen Kohorte“, abgekürzt Natko, untersucht werden. Gesundheitsminister Georg Weisweiler (FDP) und die Verantwortlichen der Studie sind nicht ganz glücklich mit dem bürokratisch klingenden Namen der Langzeitstudie, aber froh bei der groß angelegten Untersuchungsreihe als „kleines Saarland“ dabei zu sein. An 18 Standorten in Deutschland sollen insgesamt 200 000 Menschen an der Studie teilnehmen. Ihr Ziel ist die Früherkennung von Volkskrankheiten, beispielsweise von Herz- Kreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes oder Demenz, wie Weisweiler erläuterte.

10 000 zufällig ermittelte Studienteilnehmer zwischen 20 und 69

Wer mitmacht, den erwarten Interviews, Untersuchungen und eine Blutprobe. Eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro wird gezahlt und die Daten sollen ausschließlich in anonymisierter Form in die Auswertungen einfließen, wie es in dem Einladungsschreiben heißt. Die Teilnahme ist natürlich freigestellt. Auf eine erste Untersuchungsreihe folgt nach fünf Jahren eine weitere Anfrage an die Teilnehmer.

Damit es im Saarland tatsächlich zum Start ab 2012 kommt, müssen allerdings noch Bedingungen des Deutschen Krebsforschungszentrums erfüllt werden. Eine lautet, dass bis zum Jahreswechsel sich 100 Bürgerim neu eingerichteten Studienzentrum in der Saarbrücker Viktoriastraße untersuchen lassen. 500 Saarländer im Regionalverband und Saarpfalz-Kreis erhalten daher in den kommenden Wochen Post. Aus diesen beiden Kreisen sollen auch die 10 000 zufällig ermittelten Studienteilnehmer zwischen 20 und 69 Jahren stammen.

Was passiert, wenn sich Freiwillige auch aus anderen Kreisen des Saarlandes melden, sei noch offen, sagte Christa Stegmaier, die Leiterin des saarländischen Krebsregisters. Sie ist zuversichtlich, dass das Saarland bei der Studie dabei ist und dass die 10 000 Teilnehmer erreicht werden. Für Weisweiler ist die Teilnahme der zufällig ermittelten Saarländer „fast eine nationale Verpflichtung“. Er sieht in der Studie große Chancen für die Prävention und Früherkennung.

Weiter Informationen unter Telefon (06 81) 5 01 35 00 oder im Internet: www.nationale-kohorte. de.

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