L 365, Vollsperrung für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen in der Ortsdurchfahrt Sitzerath, aufgrund eines liegengebliebenen Schwertransportes Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen besteht keine Vollsperrung. (19.09.2017, 01:43)

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Stürmer suspendiert: 1. FCS verliert gegen Wacker Burghausen 1:2

Von SZ-Mitarbeiter Patric Cordier

Burghausen. Von rechts kommt der Ball vors Tor, Marcel Ziemer nimmt Maß und nagelt den Ball in die Maschen. Eine Szene aus dem Training des Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken gestern, die man sich am Samstag beim Spiel gegen Wacker Burghausen gewünscht hätte. Doch: „Aus disziplinarischen Gründen muss Marcel Ziemer mit der Tribüne vorlieb nehmen.“ Diese Ankündigung auf der Internetseite des FCS schlug eine Stunde vor der Partie ein wie eine Bombe.

„Es war ein Zeichen für die Mannschaft und aus der Mannschaft“, sagte FCS-Trainer Jürgen Luginger nach der 1:2 (0:1)-Niederlage. Es sei kein Alleingang gewesen, sondern in Absprache mit dem Mannschaftsrat entschieden worden. Über die Hintergründe schwiegen sich die Beteiligten aus. „Dazu sage ich nichts“, erklärten Luginger und Kapitän Marc Lerandy in identischer Wortwahl. Auch der Betroffene wollte nichts sagen. Nach Informationen der Saarbrücker Zeitung war Ziemer nach dem 3:3 gegen Borussia Dortmund II eine Stunde zu spät zum Auslaufen erschienen. Nicht zum ersten Mal, denn schon im vergangenen Jahr musste der Stürmer wegen mehrerer Verspätungen Geldstrafen zahlen.

„Ich denke, er hat das jetzt eingesehen“, sagte Luginger gestern, „für eine solche Entscheidung gibt es keinen guten Zeitpunkt. Wir wissen, wie wichtig er für die Mannschaft ist, aber hier kann nicht jeder machen, was er will.“
 Zum Spiel: Marius Laux spielte für Ziemer, kämpferisch überzeugend, aber glücklos im Abschluss. Lerandy ersetzte nach seiner Denkpause den verletzten Tim Kruse in der Innenverteidigung. „Marc hat ein starkes Spiel gemacht. Er hat es begriffen“, urteilte Luginger, „da müssen wir alle hinkommen.“ Adam Straith gab den Rechtsverteidiger für Tim Stegerer, der zunächst auf der Bank Platz nehmen musste.

Nach einer halben Stunde hatten die Gäste die erste Torchance. Nach tollem Pass von Sven Sökler scheiterte Yannick Bach an Wacker-Schlussmann René Vollath. Bis dahin hatten die mitgereisten 50 FCS-Anhänger mehr für die Stimmung getan als die 1950 anderen Zuschauer und die 22 Akteure auf dem Rasen zusammen. Wacker wirkte im Zweikampf giftiger und ging nach einer Ecke in Führung. Der Ball von Spielmacher Youssef Mokhtari segelte in den Strafraum, am zweiten Pfosten entwischte Josef Cinar Kevin Maek und köpfte unbedrängt zum 1:0 ein.

Nach dem Wechsel war der FCS spielerisch und kämpferisch engagierter – über weite Strecken die beste Vorstellung der letzten Wochen. Folgerichtig fiel der Ausgleich. Auf Pass von Sökler markierte der für Markus Pazurek eingewechselte Stegerer seinen zweiten Saisontreffer (54.). Hoffnung keimte auf, auch beim anwesenden Aufsichtsratsvorsitzenden Reinhard Klimmt, Präsident Paul Borgard und Vize-Präsident Harald Ebertz.

Eine Fehlerkette machte diese Hoffnung zunichte. Zu kurze Kopfballabwehr von Maek, ein verlorener Zweikampf von Manuel Stiefler, eine von Lukas Kohler nicht verhinderte Flanke durch Maurice Müller – und Maximilian Thiel hatte freie Schussbahn und traf zum 2:1 ins kurze Eck (61.). „Wir haben zwar den Kampf angenommen, aber der letzte Schritt hat gefehlt“, sagte Kapitän Lerandy.



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