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Suche nach Supermarkt-Spinne geht weiter

Bexbach. Die Suche nach einer Bananenspinne, die am Freitag von einem Mitarbeiter des Real-Marktes in Bexbach beim Auspacken von frischen Bananen entdeckt hat (wir berichteten) lief auf über das komplette Wochenende weiter. Die Verantwortlichen des Marktes hatten einen Kammerjäger aus Nordrhein-Westfalen engagiert, nachdem das giftige Tier auch bis zum späten Samstagabend nicht gefunden war. Die Homburger Polizei teilte unserer Zeitung auf Nachfrage mit, dass der komplette Markt ausgegast wurde. Das Gift sei für den Menschen ungefährlich.

„Wenn die Spinne wirklich noch im Markt war, muss sie tot sein“, so ein Polizeibeamter. Nachdem das Gas gesprüht wurde, wurde der komplette Einkaufsmarkt Regal für Regal ausgeräumt. Die Marktbetreiber hoffen, dass sie dann das Tier endlich finden und der Spuk dann vorbei ist. Falls die Spinne den Markt vielleicht doch schon verlassen haben sollte, dürfte sie kaum Überlebenschancen haben. Die kühlen Nachttemperaturen würden ihr den Garaus machen, sagte ein Zoologe zur Polizei.

Los ging alles am Freitagmorgen. Die 80-jährige Ruth Kraus aus Bexbach musste ihren gewohnten Einkauf im real-Markt wegen einer Bananenspinne unterbrechen. Das Tier war dem Obstverkäufer aus einer frischen Kiste rausgekrabbelt und unter den Regalen verschwunden, und weil der junge Mann wusste, dass es eine gefährliche Giftspinne war, ließ er den Markt räumen. Ruth Kraus ging zu Kasse, bezahlte und ließ sich von den Angestellten ein Taxi rufen, um mit den Einkäufen wieder nach Hause zu kommen.



Zu diesem Zeitpunkt standen zwei Rettungswagen, vier Feuerwehrfahrzeuge, zwei Streifenwagen der Polizei, ein Fahrzeug der Ortspolizeibehörde und Journalisten vor dem Markt. Die Einsatzkräfte wuselten aber nicht zwischen den Regalen herum und fahndeten nach dem Achtbeiner, sondern standen ratlos vor dem Eingang. „Eine Spinne im Supermarkt zu suchen, gleicht der Suche nach der Nadel im Heuhaufen“, sagte Bexbachs Löschbezirksführer Uwe Lapre. Seine Männer hätten kurz mal nachgeschaut, ansonsten aber nur bei der Räumung des Marktes geholfen und die Spinnensuche eingestellt.

„Das ist eine Aufgabe für einen Kammerjäger, der sich mit diesen Tieren und ihrem Verhalten auskennt“, so der Feuerwehrmann. Marktleiter Norbert Iser telefoniert pausenlos, informiert seine Firmenzentrale in Mönchengladbach und sucht fieberhaft nach einem Kammerjäger. Die Bananen kamen übrigens aus Südamerika, der Lieferant sitzt am Hamburger Hafen. Dort kommt es schon mal vor, dass giftige Spinnen aus den Kisten krabbeln. Der Spinnenfall von Bexbach geistert über das Wochenende durch die bundesweiten Medien. Kaum eine Zeitung oder Online-Dienst, der nicht über den Vorfall in Bexbach informiert.

Zur Sache
Die Bananenspinne ist nachtaktiv. Tagsüber versteckt sie sich an dunklen, feuchten Orten. Fühlt sie sich gestört, stellt sie ein besonderes Drohverhalten zur Schau, bei dem sie den vorderen Teil des Körpers aufrichtet und die beiden vorderen Beinpaare nach oben streckt. Die Bananenspinne gilt als sehr aggressiv und beißt häufig auch ohne Vorwarnung zu, verabreicht jedoch nicht immer Gift in die Bisswunde. Sie ist vermutlich für die meisten tödlichen Giftunfälle mit Spinnen verantwortlich. (Quelle: wikepedia). bub

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