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Südumfahrung: Bewohner des Deutschmühlentales fürchten Lärm

Auch jetzt gibt es schon genug Verkehrslärm im Deutschmühlental - sagen die Anwohner.

Auch jetzt gibt es schon genug Verkehrslärm im Deutschmühlental - sagen die Anwohner.

Saarbrücken. Ralf Ecker will denen, die sich Gedanken um eine Alternative zum Stadtautobahn-Tunnel machen, nichts Böses unterstellen. Das Saarbrücker Bürgerforum und die Initiative Südumfahrung (ISU) haben die Menschen, die im Deutschmühlental wohnen, also dort, wo die neue Straße durch soll, wohl einfach übersehen, vermutet Ecker.

Er ist Sprecher der „Anti- Lärm-Initiative der Anrainer des Deutschmühlentals“ und weiß, dass die Menschen, deren Häuser hinter Bäumen stehen, schnell aus dem Blick geraten. Gegründet wurde die Initiative, als am Deutsch- Französischen Garten die Spielbank und das Hotel gebaut wurden. Nun macht die Initiative mobil gegen die Idee, die Frankreichautobahn von der Goldenen Bremm her mit der Stadtautobahn auf Höhe des Messegeländes zu verbinden. Eine Südumfahrung ist aus Sicht der Anwohner „absolut inakzeptabel“. Mit einer „ruhigen Wohnlage im Grünen“ sei vor vier Jahrzehnten im Deutschmühlental geworben worden. Die Bauherren seien bereit gewesen, für diesen Traum relativ hohe Grundstückspreise zu zahlen, sagt Ecker. So seien das Wohngebiet Dr.-Eckener-Straße und das sogenannte Fliegerviertel entstanden. Inzwischen sei das Deutschmühlental aber nicht mehr so ruhig wie versprochen. Es sei zu „einer vielfältigen Lärmquelle geworden“, sagt Ecker. Der Lärm, der von den Spielbank- und Hotelbaustellen ausging, sei jetzt zwar weg. Aber selbst nachts rausche Schwerlastverkehr über die Landesstraße 273 durchs Tal. Auch die dem Deutschmühlental zugewandten Wohngebiete auf der Folsterhöhe und das Wohngebiet am Drahtzugweiher und Habsterdick seien davon betroffen. Das Tal wirke dabei für die umliegenden Wohnlagen wie ein „Schalltrichter“.

Seine Initiative lade die Befürworter der Südumfahrung ein, „einmal einen Sommertag auf einem unserer – im reinen Wohngebiet liegenden – Balkone oder Terrassen zu verbringen“. Dann werde schnell klar, dass eine Südumfahrung keine Alternative zu einem Autobahntunnel sei.
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