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Sulzbach: Autozulieferer Magna baut Stellen ab - und mietet neue Halle

In den beiden Sulzbacher Werken des kanadisch-österreichischen Automobilzulieferers Magna (Decoma) verlieren rund 250 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz.

In den beiden Sulzbacher Werken des kanadisch-österreichischen Automobilzulieferers Magna (Decoma) verlieren rund 250 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz.

Der Autozulieferer Magna baut an seinem Sulzbacher Standort zwar Arbeitsplätze ab, macht das Werk mit Hilfe des Landes aber auch zukunftssicher. Das wurde gestern anlässlich eines Ortstermins deutlich. „Geplant ist, das abseits gelegene Werk 3 aufzugeben und die Produktion von dort in einer neuen Fertigungshalle zu konzentrieren, die direkt neben unserem großen Produktionsstandort liegt“, sagte Werksleiter Klaus Schmittbetz.

Diese Halle ist derzeit im Rohbau. Damit könne der Arbeitsablauf wesentlich besser abgestimmt und die Kosten spürbar gesenkt werden, da der Transport zwischen den Werken wegfalle. Die Gefahr, dass Teile beschädigt werden, sinke spürbar, weil die Produktion dann an einem Standort konzentriert sei. Derzeit arbeiten 600 Frauen und Männer bei Magna in Sulzbach. Künftig sollen es 450 sein, wobei nach Angaben des Werksleiters der Arbeitsplatz-Abbau sozialverträglich ablaufen soll.

Doch die Zahl 450 ist auch noch nicht in Stein gemeißelt. „Wir haben einige große Aufträge gebucht“, erläutert Schmittbetz. Dies könne am Ende auch zu mehr Beschäftigten führen. Das bestätigte auch der 2. Bevollmächtigte der IG-Metall-Verwaltungsstelle Saarbrücken, Patrick Selzer. Der Sulzbacher Standort gehört zu Geschäftsbereich Magna Exteriors des kanadisch-österreichischen Autozuliefer-Konzerns, der 316 Fabriken weltweit hat und mehr als 125.000 Mitarbeiter beschäftigt.

In Sulzbach werden zum Beispiel Spoiler, Kühlergrills oder Stoßstangen aus Kunststoff gefertigt. „Täglich verlassen rund 14.500 Teile das Werk“, bilanziert Schmittbetz. „Kunden sind alle namhaften Autobauer.“ Das Land hat die Investition kräftig angeschoben, indem die landeseigene Saarland Bau und Boden Projektgesellschaft (SBB) das Grundstück gekauft sowie das Gelände erschlossen hat und jetzt dabei ist, die Hallen zu bauen. „Insgesamt sind 21,2 Millionen Euro in diese Maßnahme geflossen“, erläuterte gestern SBB-Geschäftsführer Thomas Schuck. Magna zahlt der SBB dafür eine Miete für die Dauer von zunächst zehn Jahren. Danach besteht eine Verlängerungsoption von drei mal vier Jahren. Später kann Magna die Immobilie kaufen.

„Damit hat der Standort eine mittel- und langfristige Perspektive“, betonte Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Sie hatte die Vereinbarung mit Dieter Althaus eingefädelt, der gestern diese Form der Zusammenarbeit ebenfalls lobte. Der ehemalige thüringische Ministerpräsident ist bei Magna Europe als Vizepräsident für politische Kontakte zuständig.

Magna nutzt die neue Halle, die eine Fläche von 5000 Quadratmetern umfasst, unter anderem dazu, „um dort eine hochmoderne Lackiererei hinzustellen“, sagt Werksleiter Schmittbetz. Außerdem soll ein Hochregal-Lager errichtet werden. Über die Höhe der Investitionssumme schwiegen sich die Magna-Manger aus. Sachkundigen Beobachtern zufolge liegt sie im hohen einstelligen Millionen-Bereich. Die neue Fabrik soll im August fertig sein.



 
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