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Sulzbach wehrt sich gegen Vandalen

Sulzbach. „Es ist gut investiertes Geld, wenn wir auf unsere Gebäude aufpassen“, sagt Sulzbachs Bürgermeister Michael Adam, „es geht nicht darum, das Feiern zu verbieten. Es geht darum, den Vandalismus einzudämmen.“ Künftig sollen Mitarbeiter der Sulzbacher Sicherheitsfirma WUI jede Nacht zwei Stunden auf Streife gehen und dabei verschiedene Gebäude und Orte im Stadtgebiet anlaufen. Auf der Liste stehen unter anderem Schulen, Rathaus und das Jugendzentrum.

Beschädigungen an der  Mellinschule

„Es ist ganz wichtig, dass dem Sicherheitsbedürfnis der Bürger Rechnung getragen wird“, betont Stadtratsmitglied Bernd Rose (CDU) und auch seine SPD-Kollegin Karin Ditzler unterstützt den Verwaltungsvorschlag: „Ich denke, wir sind damit auf dem richtigen Weg.“ Auslöser der neuen Sicherheitsoffensive waren die aktuellen Beschädigungen an der gerade erst sanierten Mellinschule (wir berichteten). Allein dort waren im laufenden Jahr Schäden von knapp 20 000 Euro aufgetreten. Die Beseitigung von Verunreinigungen durch Nahrungsmittelreste, leere Getränkeflaschen oder Exkremente war da noch gar nicht eingerechnet.


Beamten der Polizei-Inspektion Sulzbach eingebunden

„Die Hauptlast der Bestreifung sollte allerdings die Polizei tragen“, forderte Norbert Eiden von den Freien Wählern im Hinblick auf die der Stadt entstehenden Mehrkosten durch die neue Sicherheitsmaßnahme. Wie hoch diese Kosten sind, darüber schweigen Verwaltung und WUI. Für Bürgermeister Adam ist es selbstverständlich, dass die Beamten der Polizei-Inspektion Sulzbach in die Sicherheitsoffensive eng eingebunden werden. Offen blieb die Frage, inwieweit dies mit dem vorhandenen Personal der Dienststelle möglich ist. Aus diesem Grund regte Wolfgang Raue (FDP) eine Videoüberwachung der betreffenden Objekte an. Dem stehen allerdings neben den Kosten auch rechtliche Bedenken entgegen.

"Ich hoffe ganz einfach auch auf mehr Mithilfe aus der Bevölkerung", forderte der fraktionslose Stadtrat Hermann Kreis die Sulzbacher zu verstärkter Wachsamkeit auf. Die Stadtverwaltung hat mit dem Sicherheitsunternehmen zunächst eine dreimonatige Probezeit vereinbart. „Das wird allerdings nicht ausreichen, das Problem zu lösen“, sagt Adam, „das haben Erfahrungen anderer Städte gezeigt.“ In der Stadtratssitzung am 21. Juni sollen erste Ergebnisse vorgelegt werden. Sicher ist allerdings schon eins: Trotz der neuen Streifen ist eine 100-prozentige Sicherheit vor Schmierern und Vandalen nicht zu garantieren.

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