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Super-Prognose: 2011 finden viele Saarländer Job

Von SZ-Redakteur Thomas Sponticcia

Saarbrücken. Männer und Jugendliche haben im Moment die besten Karten, auf dem saarländischen Arbeitsmarkt eine geeignete Beschäftigung zu finden. Darauf verweist Jürgen Haßdenteufel, Geschäftsführer Grundsicherung der Regionaldirektion Saarland-Rheinland-Pfalz der Bundesagentur für Arbeit (BA). Dies liege an der Situation der Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe und in der Industrie. Dort werde zu Beginn einer Krise meist mehr Personal entlassen. Umgekehrt werde in einer Erholungsphase der Auftragslage auch entsprechend verstärkt zu Neueinstellungen gegriffen. In dieser Phase befinde sich der Saar-Arbeitsmarkt.

Für Frauen böten sich gute Chancen vor allem in den Dienstleistungsberufen. Obwohl sie dort nicht mit einer Einstellungswelle rechnen könnten, da der Diensleistungsbereich gegenüber Krisen unanfälliger sei und deshalb auch die Beschäftigung eher konstant halte. Besonders gut stünden die Chancen auch in den Gesundheitsberufen inklusive Alten- und Krankenpflege sowie im Sozialwesen. Hier habe es alleine im Zeitraum zwischen September 2009 bis September 2010 einen Zuwachs von insgesamt 900 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gegeben. Problematisch bleibe dagegen auch noch auf längere Sicht die Situation älterer Arbeitsloser. Haßdenteufel appelliert an die Saar-Unternehmen, sich hier offenen für Neueinstellungen zu zeigen.  Denn gerade ältere Arbeitnehmer könnten den Betrieben wertvolle Praxis-Erfahrung bieten.

Der immer noch sehr hohe Anteil älterer Arbeitsloser an der Gesamtarbeitslosigkeit im Saarland sowie eine beträchtliche Zahl junger Menschen, die wegen fehlender Qualifikation nicht in Betriebe vermittelt werden können, seien die Haupthindernisse auf dem Weg der Region zu einer Vollbeschäftigung. Von diesem Ziel sei man immer noch weit entfernt, so Haßdenteufel.

Obwohl schon 2011 die Chance bestehe, zumindest in einigen Monaten eine Arbeitsmarktbilanz zu erreichen, die bereits weniger als 30.000 Arbeitslose vorzuweisen hat. Der Jahresschnitt 2011 werde bei 33.000 liegen. Das entspräche einer Arbeitslosenquote von 7,1 Prozent. Das wäre schon ein Rückgang um zwölf Prozent gegenüber 37.900 im Jahresschnitt 2010. Der Jobmotor brummt, so Haßdenteufel. Die Chancen auf eine Beschäftigung seien deshalb 2011 so gut wie seit 30 Jahren nicht mehr.

Begünstigt werde die positive Entwicklung auch durch die erfolgreiche Bewältigung der Folgen von Montankrisen, insbesondere im Bergbau. Aber auch die Stahlindustrie habe schwere Zeiten inzwischen erfolgreich hinter sich gelassen. Und sei wieder weltweit gefragt.

Eine der Haupt-Herausforderungen wegen der demografischen Entwicklung bleibe es an der Saar, die Beschäftigungs-Chancen von Frauen am Arbeitsmarkt weiter zu erhöhen. Insbesondere auch für Berufs-Rückkehrerinnen nach der Babypause. Hier seien flexible Arbeitszeit-Angebote in den Betrieben und weiter verbesserte Betreuungs-Angebot für den Nachwuchs hilfreich. Auch sei zu überlegen, mehr Menschen mit Migrationshintergrund und qualifizierter Ausbildung berufliche Chancen zu eröffnen.

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