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Supermarkt statt Würzbachhalle

Genehmigung erteilt: Der Stadtrat Blieskastel sagt Ja zum Bau eines Verbrauchermarktes auf dem Gelände der alten Würzbachhalle.

Genehmigung erteilt: Der Stadtrat Blieskastel sagt Ja zum Bau eines Verbrauchermarktes auf dem Gelände der alten Würzbachhalle.

Blieskastel/Niederwürzbach. Es ging kurz und ohne große Diskussionen: Der Stadtrat Blieskastel hat am Donnerstagabend die „Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes“ auf dem Gelände der alten Würzbachhalle in Niederwürzbach für den Bau eines neuen Verbrauchermarktes genehmigt. Somit ist der Weg frei für den Investor, das Projektentwicklungsunternehmen „Munitor AG“ aus Saarbrücken. Mit den Stimmen der CDU-Fraktion, der Grünen, der Freien Wähler und des FDP-Stadtrates Werner Weihrauch wurde die Aufstellung beschlossen, die SPD-Fraktion und die Linke enthielten sich der Stimme. Der Investor hat sich bereit erklärt, das Grundstück zu erwerben, die alte Halle abzureißen und einen neuen Verbrauchermarkt zu errichten. Etwa 2000 Quadratmeter Nutzfläche sollen entstehen, zusätzlich eine Stellplatzanlage für 109 Fahrzeuge.

Wie aus den Sitzungsunterlagen für die Stadtratssitzung zu entnehmen war, wurde das Vorhaben am geplanten Standort mit Vertretern der Landesplanung besprochen, die keinerlei Bedenken gegen den Standort vorbrachten. In der Planung sollen „umweltrelevante Belange insbesondere hinsichtlich der Verkehrsanbindung“ thematisiert werden. So steht es jedenfalls in der Begründung für den Beschluss. Obwohl sich die SPD-Fraktion der Stimme enthielt, gab es keinen Redebeitrag in der Stadtratssitzung. Und dies erzürnte den Würzbacher Ortsvorsteher Dieter Klöckner. „Mit ihrer Enthaltung hat die SPD-Fraktion den Verbrauchermarkt in Niederwürzbach praktisch abgelehnt. Ich bin zutiefst enttäuscht von der Haltung der SPD“, so der Würzbacher CDU-Politiker. Klöckner unmittelbar nach der Entscheidung im Stadtrat: „Wir haben jetzt eine Entscheidung für den Markt in Würzbach getroffen, damit die Nahversorgung gesichert ist. Die SPD hat offensichtlich mit ihren Verhandlungen keinen Erfolg gehabt. Schon im Ortsrat hat sie bei der Abstimmung die Sitzung verlassen, und jetzt hier im Stadtrat gab es wieder nur eine Enthaltung. Für mich heißt das, sie ist auch gegen den so genannten Plan B. Jeder wäre froh gewesen, der Markt hätte an alter Stätte an der Bezirksstraße bleiben können“, versicherte Klöckner im Gespräch mit unserer Zeitung.

Petra Linz, SPD-Stadt- und Ortsratsmitglied, bekräftigt, dass man nichts gegen den Standort Würzbachhalle habe: „Aber im Ortsrat sind unsere Fragen etwa zur Sicherheit in der Hallenstraße nicht beantwortet worden. Es war auch kein Vertreter der Verwaltung in dieser Sitzung, der uns einige Fragen hätte beantworten können.“ Sie verweist auf immer noch laufende Verhandlungen mit den Grundstückeigentümer in der Bezirksstraße und einem Vollsortimenter. „Priorität hat weiterhin der Standort Bezirksstraße. Erst wenn dort der Plan A scheitert, dann werden wir uns dem Standort Würzbachhalle nicht verweigern“, so die Kommunalpolitikerin.
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