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Superrutsche für 650 000 Euro im Saarbrücker Calypso

So soll die spektakuläre Rutsche im Saarbrücker Erlebnisbad aussehen.

So soll die spektakuläre Rutsche im Saarbrücker Erlebnisbad aussehen.

Ein Adrenalin- Kick erwartet die Besucher des Erlebnisbades Calypso im Alt-Saarbrücker Deutschmühlental ab Dezember. Im August beginnen die Bauarbeiten für eine spektakuläre Wasserrutsche, teilten gestern der Badbetreiber Vivamar und der Eigentümer, die Gesellschaft für Kommunalanlagen und Beratung Saarbrücken (KBS) mit. Auf einer Plattform in elf Metern Höhe warten sie in einer Startkapsel darauf, dass der Bad-Mitarbeiter ihnen förmlich den Boden unter den Füßen wegzieht.

Das geht per Knopfdruck und Luftdruck unglaublich schnell. Es folgt der freie Fall zehn Meter tief, ehe die sanfte Biegung der Rutsche die rasante Fahrt in einen flachere Kurve führt. Dem folgt ein eher gemächlicher Auslauf zurück in die Schwimmhalle. Die Wagemutigen erreichen eine Geschwindigkeit von zirka 55 Stundenkilometern, und in der Röhre wirkt eine Kraft von 2,6 G auf die rasenden Körper. Also mehr als das Zweieinhalbfache der normalen Erdanziehungskraft, mehr ist nicht erlaubt. 650 000 Euro soll die neue Superrutsche kosten, wie Vivamar-Geschäftsführer Harald Gabriel mitteilte. Zweieinhalb Jahre ist seine Gesellschaft jetzt Betreiber des Calypsos. Nach Angaben von KBS-Geschäftsführerin Sabine Maher werde die KBS die Rutsche vorfinanzieren, gleichzeitig steige die Pacht für Vivamar.

„Die Kosten bleiben nicht an uns hängen“, versicherte Maher. „Solche Rutschen gibt es schon, ich selbst habe mehrfach eine ausprobiert“, sagte Calypso- Betriebsleiter Dirk Burger. Dennoch sei sie einzigartig und auch Gabriel sieht ein Alleinstellungsmerkmal: den sogenannten Kristallbereich. Denn die ersten acht Meter der Röhre seien aus Plexiglas und so kommen sich die Adrenalin-Süchtigen tatsächlich vor wie im freien Fall. Gabriel: „Von der neuen Rutsche versprechen wir uns einen Zuwachs von zehn Prozent.“

Das Marketing-Projekt Loopingrutsche, die überregional für Aufsehen sorgen soll, sei ein wichtiges Element, um die jährliche Besucherzahl von 400 000 Badegästen zu halten und zu steigern. Auch die KBS stimmte dem Vorhaben schnell zu: „Als Vivamar uns ihre Ideen der Rutsche eröffnete, waren wir sofort begeistert“, sagte Sabine Maher. Die Bauleitung übernimmt das Architekturbüro Krauser aus Saarbrücken. Der Bau erfolge während des laufenden Badbetriebes.
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