L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Superstar-Finale: Dillingerin Meltem (24) wird Zweite bei DSDS

Plakate werden hochgerissen, „Meltem“-Rufe ertönen und das Publikum klatscht lautstark mit. Nicht nur in dem Kölner TV-Studio, aus dem am Samstagabend das Finale von „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) übertragen wird, herrscht Top-Stimmung. Auch im Lokschuppen Dillingen, der Heimatstadt von Meltem Acikgöz, einer der drei Finalisten der Sendung, feuern rund 600 Fans „ihren Superstar“ bei der Public-Viewing-Party kräftig an. Ein RTL-Team filmt das Geschehen.

Sobald die 24-Jährige auf der Großbild-Leinwand zu sehen ist, hallen laute Anfeuerungsrufe durch die Halle. Meltem muss gegen 20.30 Uhr als Erste ihren Herzenssong „Dark Horse“ von Katy Perry singen. Die Dillingerin wird im Cleopatra- Stil ins Studio getragen. Die Fans im Lokschuppen jubeln begeistert. Sobald die Telefonleitungen freigeschaltet sind, zücken die Besucher ihre Handys und rufen für Meltem an. „Ich habe extra das Handy aufgeladen, damit die Kinder für sie abstimmen können“, erzählt Katrin Jürjon aus Saarlouis.

Viel Lob für ihre „Top-Leistung“ erhält Meltem von der Jury nach ihrem Auftritt. Aber auch ihre Mitbewerber, Daniel Ceylan und Aneta Ablik, legen starke Auftritte hin. Um 21.20 Uhr steht die erste Entscheidung an: Welcher der drei Finalisten wird ausscheiden? Meltem muss zittern – und die Fans im Lokschuppen bangen mit ihr. Als ihr Name fällt, herrscht grenzenlose Erleichterung.

Der Lokschuppen tobt

Bei ihrem zweiten Aufritt singt Meltem die Ballade „Skyscraper“ von Demi Lovato. Dickes Lob von Juror Prince Kay One: „Durch dich habe ich erst gelernt, dass ich ein Herz habe.“ Der Lokschuppen tobt. „Sie hat sich nicht verstellt, ist einfach Meltem geblieben“, sagt Nadiye Yaka aus Saarlouis, die sie persönlich kennt.

22.15 Uhr: Meltem singt den eigens für sie produzierten Finalsong „Explosion in my Heart“. Der Titel geht vielen ihrer Fans sofort ins Ohr – sie singen mit. Aber auch das Lied „The One“ von Aneta, eine fetzige Disco-Nummer, hat Hit-Potenzial. Die Anspannung in Dillingen wächst.

„Aneta wird gewinnen“, prophezeit Juror Dieter Bohlen kurz vor Bekanntgabe der Entscheidung – und behält Recht. Um 22.56 Uhr endet Meltems Traum, „DSDS“ zu gewinnen. Die Polin Aneta wird mit 57,8 Prozent der Zuschauerstimmen zur Siegerin gekürt. Im Lokschuppen ist die Enttäuschung groß. Viele verlassen sofort die Halle. Doch nicht nur für die Fans Enita Gashi und Kivia Gragol, auch für Dillingens Bürgermeister Franz-Josef Berg (CDU) steht fest: „Sie hat nicht gewonnen, trotzdem bleibt sie unser Superstar.“ Die Stadt plant nach eigenen Angaben demnächst einen stimmungsvollen Empfang für Meltem. Wie der genau aussehen wird und wann es dazu kommt, steht aber noch nicht fest.

Meltem muss auf den Gewinn von 500 000 Euro und den Plattenvertrag mit dem Musikkonzern Universal verzichten. Zwei Kleinwagen hat sie immerhin bei DSDS schon gewonnen. Einen hat sie ihrer Schwester Melike (22) geschenkt, den anderen will sie selbst einmal benutzen – wenn sie erst einen Führerschein hat, wie ihr Vater Tacettin Acikgöz verriet. Er ist stolz, dass es seine Tochter so weit gebracht hat, und hatte schon vor dem Finale erklärt: „Musikalisch hat sie jetzt schon einen Riesensprung gemacht. Wie immer es ausgeht, sie sollte bei der Musik bleiben.“

Und das hat sie auch fest vor, wie sie am Morgen nach dem Finale im SZ-Gespräch sagt: „Ich werde weiterhin Musik machen.“ Aktuell liege ihr zwar noch kein Angebot für einen Plattenvertrag vor, trotzdem will sie ihre Gesangskarriere jetzt auf professionelle Beine stellen. Ihr eigener Song stieg über Nacht bereits auf Platz drei der Download-Charts. Enttäuscht sei sie nach dem Finalabend „überhaupt nicht“. Sie habe nie gedacht, dass sie es so weit schaffen würde. Dann sagt sie noch: „Ich freue mich sehr, wieder zu Hause zu sein.“

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