A620 Saarlouis - Saarbrücken Zwischen AS Saarbrücken-Luisenbrücke und AS Saarbrücken-Bismarckbrücke in beiden Richtungen mit Hochwasser ist zu rechnen Eine Einrichtung der Hochwasserumfahrung auf der A 620 für den späten Nachmittag/ Abend kann zur Zeit nicht ausgeschlossen werden. Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, ihre Fahrzeuge vorsorglich nicht im Umfahrungsbereich/ Gefährdungsbereich abzustellen und die mögliche Sperrung in die Fahrzeit einzuberechnen. (11.12.2017, 16:21)

A620

Priorität: Dringend

1°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
1°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Symbolisches Gräberfeld am Staden erinnert an tote Flüchtlinge

23 symbolische Flüchtlingsgräber sind am Staden zu sehen. Foto: Bub

23 symbolische Flüchtlingsgräber sind am Staden zu sehen. Foto: Bub

23 Holzkreuze sind in der Nacht zu gestern in der Nähe des Ulanen-Pavillons am Saarbrücker Staden aufgestellt worden, davor liegt jeweils ein Erdhaufen sowie Grabkerzen. Viele Kreuze tragen Inschriften wie „Fortress EU“ (Festung EU) oder „EU Murders“ (EU Morde). In einer Mitteilung der Gruppe „Borders Kill“, die sich zur Aktion bekannt hat, heißt es, dass die Grabkreuze stellvertretend für die 23 000 Menschen, die bei ihrer Flucht nach Europa gestorben seien, stehen. Die Aktion sei im Zusammenhang mit der Kampagne „Die Toten kommen“ des „Zentrums für politische Schönheit“ entstanden. „Die Festung Europa“ habe Flüchtlinge mit ihrer „menschenverachtenden Abschottungspolitik auf dem Gewissen“, so „Borders Kill“. Am Sonntag fand auch eine Protestaktion gegen die EU-Flüchtlingspolitik vor dem Reichstag in Berlin statt.

Die Stadt Saarbrücken werde die Protestaktion dulden, erklärte Stadt-Pressesprecher Thomas Blug: „Die Kreuze stellen keine Gefahr für die Verkehrssicherheit dar.“ Man gehe davon aus, dass die Initiatoren die Gräber früher oder später selbst beseitigen würden. Die Stadt wolle erst eingreifen, falls das Grabfeld Opfer von Vermüllung würde.

Linke, Grüne und Piraten im saarländischen Landtag begrüßten die Aktion. „Wenn Menschen auf der Flucht im Mittelmeer ertrinken, hat die europäische Wertegemeinschaft versagt“, sagte Linken-Fraktionschef Oskar Lafontaine . Die CDU-Abgeordnete Gisela Rink sieht bei der Flüchtlingsfrage im Saarland „keinen großen Nachholbedarf“. Der Umgang mit Flüchtlingen an den Grenzen der EU müsse auf EU-Ebene geregelt werden. Die SPD-Fraktion hält Aktionen „auf dem Rücken Verstorbener“ für „schwierig“. Man wolle lieber konkrete Erleichterungen für Flüchtlinge schaffen, etwa indem man für sie Girokonten fordere, so Fraktionssprecher Matthias Berntsen, man dürfe jedoch die Toten nicht vergessen.
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein