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Tag der Ausbildung: Fit fürs Handwerk

Nachrichten aus der Region Homburg.

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Homburg. Wenn der Vater Bergmann war, ging der Sohn eben auch „auf die Grube“ – so einfach war die Berufswahl vor 100 Jahren. Heute gibt es viele Möglichkeiten der Berufswahl, noch dazu soll die Arbeit Spaß machen und auch finanziell etwas einbringen. „Man kann verstehen, wenn junge Leute zwischen 14 und 15 Jahren damit oft überfordert sind“, sagt Ulrike Zawar, die Leiterin von Aquis (Arbeit und Qualifizierung im Saarpfalz-Kreis).

Deshalb gibt es seit einigen Jahren den so genannten Tag der Ausbildung, den der Saarpfalz- Kreis veranstaltet und organisiert. Mit im Boot sind auch die IHK, die die Schirmherrschaft übernommen hat, und das Bildungsministerium, das im Rahmen des Projektes „Zukunft konkret“ die Transportkosten für die Schüler übernimmt. Doch so viele Transportkosten fallen diesmal nicht an, da die Veranstaltung in Homburg in der Sporthalle der Paul-Weber-Schule (BBZ) stattfindet und die größte Schüleranzahl ohnehin aus der näheren Umgebung von Homburg kommt.

Rund 500 Schüler der Klassenstufen acht und neun wurden von ihren Schulen verbindlich angemeldet, denn der Besuch des Ausbildungstages ist Teil des Unterrichtes und der Besuch eines Beratungstermins Pflicht. Mit dabei sind sieben Schulen: die Gesamtschulen Bexbach und Gersheim sowie die beiden erweiterten Realschulen in Homburg (Robert Bosch und Sandrennbahn), Rohrbach, Kirkel und die Siebenpfeiffer- Schule in Homburg.

„Wir wollen den Jugendlichen eine möglichst breite Basis bieten, denn wir wissen, dass die Entscheidung für einen Beruf nicht leicht ist“, betonte auch Annerose Wannemacher vom Kultusministerium. „Die 14- und 15-Jährigen müssen sich erst mal auch mit sich selbst und ihren Lebensplänen beschäftigen.“

Die Lage am Ausbildungsmarkt habe sich verändert, fügt Anja Kiefer von der Aquis hinzu: „Es gibt inzwischen mehr Stellen als Bewerber. Manche Berufszweige sind total begehrt, andere finden keinen Nachwuchs.“ Natürlich seien die Geschlechterrollen nach wie vor traditionell verteilt: Die Jungen streben in die Industrie, die Mädchen in die Friseuroder Einzelhandelsbranche. Das könne man nicht zwangsweise ändern, sagt Wannemacher, „aber wir wollen schon aufzeigen, dass es Alternativen zu den typischen Frauenberufen gibt.“ Auch die Eltern sollten bei der Entscheidungsfindung mithelfen, war ein häufig geäußerter Wunsch.

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