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Tag der offenen Tür lockte rund 10 000 Besucher an die Saar-Uni

Am Tag der offenen Tür soll vor allem Abiturienten und Schülern gezeigt werden, was sie im Saarland studieren können, und welches Studium zu ihnen passt.

Am Tag der offenen Tür soll vor allem Abiturienten und Schülern gezeigt werden, was sie im Saarland studieren können, und welches Studium zu ihnen passt.

Handballgroße Ringe aus Rauch wirbeln durch den Raum, werfen Plastikbecher um. Den Beobachtern stockt der Atem, sie wundern sich, woher der Luftstoß kam, der sie gerade getroffen hat. Was sie entdecken, versetzt sie in Staunen: Die Luftwirbel entstehen in präparierten Plastikmülleimern. Bei den Experimenten und Vorführungen der Physiker beim Tag der offenen Tür der Saar-Uni in Saarbrücken kann am Samstag aber nicht nur gestaunt werden. Auch das Mitmachen ist erwünscht. Die „Rauchringkanonen“ werden besonders begeistert von Kindern bedient. Die Geschosse entspringen Mülleimern, die an ihrer Öffnung mit einer Membran überzogen sind. Schlägt man auf diese, wird die Luft innerhalb des Eimers verengt und entweicht in Form eines Rauchringes aus einer kleinen Öffnung am Boden des Eimers. Durch solche Vorführungen soll die unter Schülern verbreitete Angst vor dem Fach Physik abgebaut und Faszination für Vorgänge in der Natur geweckt werden.



Am Tag der offenen Tür gibt es aber noch viel mehr zu sehen. Die rund 10 000 Besucher können sich unter insgesamt 200 Angeboten der verschiedenen Fakultäten je nach Geschmack etwas aussuchen. Es gibt da ein Quiz zu saarländischen Dialekten, Fitnesstests oder auch Schnellsprachkurse für das Russische ABC. „Besonders gut gefallen hat mir der Stand mit dem selbst gemachten Eis“, schwärmt Marta Garcia (15), eine Austauschschülerin aus Madrid. Am Stand stellen Physikstudenten mit Hilfe von flüssigem Stickstoff Speiseeis her. Die riesigen Nebelschwaden, die durch den Stickstoff entstehen, umhüllen Marta und die anderen faszinierten Zuschauer. Die Spanierin will später einmal Medizin studieren. Ihre Freundin Julia Schulz (16) vom Willi-Graf-Gymnasium Saarbrücken ist sich da noch nicht sicher. „Ich will auf jeden Fall etwas mit Naturwissenschaften machen. Ich habe eben beim „study-finder“ einen Test gemacht, demnach würden Mathe und Physik auf Lehramt zu mir passen. Nachdem ich das hier alles gesehen habe, kann ich mir das sehr gut vorstellen.“

Am Tag der offenen Tür soll vor allem Abiturienten und Schülern gezeigt werden, was sie im Saarland studieren können, und welches Studium zu ihnen passt. Der „study-finder“, ein Online-Programm aus der Psychologie, ist dabei eine große Hilfe. Schüler können einen Interessens- und Erwartungstest machen. „Wir hatten den ganzen Tag ein volles Haus“, sagt Gundula Stoll, Diplompsychologin an der Saar-Uni, am Ende des Tages. „Die Tests helfen Schülern, ihre Interessensschwerpunkte herauszufinden, oder aber auch ihnen ein realistisches Bild von den Anforderungen bestimmter Fächer an der Uni zu verschaffen.“

Aber nicht nur Schüler kommen am Tag der offenen Tür auf ihre Kosten. Personen jeden Alters schlendern über den Campus, lauschen den Studentenbands, essen kulinarische Spezialitäten aus aller Welt und lassen sich über die verschiedenen Fachrichtungen an der Uni informieren. Auch den Kindern wird nicht langweilig. In riesigen Sandkästen der „Historisch- orientierten-Kulturwissenschaften“ können sie eigene „Ausgrabungen“ machen und kleine Schätze wie Tonscherben aus dem Sand bergen. Friederike Meyer zu Tittingdorf, Pressesprecherin der Universität, zieht ein positives Fazit: „Trotz des wechselhaften Wetters war so viel Leben auf dem Campus wie noch nie“, so die St. Ingberterin am Abend. Kinder, Schüler, Eltern und Senioren durften hinter die Kulissen der Uni blicken – denn da ist „stören“ ja einmal im Jahr erlaubt.

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